LU Metzger: Schweizer Berufsschüler zu Besuch

„Wir pflegen seit vielen Jahren den Austausch mit anderen Unternehmern aber auch Schülern und Fachkräften aus unserer Branche", sagt LU Michael Metzger aus Meßdorf. Mehrmals im Jahr bekommt der Betrieb Besuch aus anderen Ländern.

Ein Gruppenbild mit Schülern aus der Schweiz

Vor einer Woche kamen angehende Landwirte aus der Schweiz in das altmärkische Unternehmen. „Soviel moderne Technik zum Anfassen und vor allem in dieser Vielfalt bekommen wir sonst nur selten zu Gesicht", freute sich Fachschullehrerin Regula Hauenstein vom Ausbildungs- und Versuchsbetrieb "Strickhof" in Lindau (Schweiz).

Seit über 20 Jahren besteht zwischen dem Schweizer Landwirtschaftszentrum und der Fachschule Haldensleben eine Partnerschaft, die durch gegenseitige regelmäßige Besuche gepflegt wird. Dabei steht das Lohnunternehmen Metzger immer ganz oben auf der Besuchsliste. Zwischen beiden Ländern gibt es erhebliche Unterschiede. Während in Deutschland über eine Million Menschen von der Landwirtschaft leben, sind es in der Alpenrepublik nur etwa 159.000 Personen. Auch die Zahl der Betriebe ist mit 55.200 wesentlich geringer als hierzulande (ca. 285.000). Der größten Unterschied gibt es jedoch vor allem in der zu bewirtschafteten Fläche. Ein mittelständisches Unternehmen bewirtschaftet in der Schweiz im Schnitt 20 ha. Dem stehen in Deutschland etwa 300 bis 400 ha gegenüber.

Wir pflegen seit vielen Jahren den Austausch mit anderen Unternehmern aber auch Schülern und Fachkräften aus unserer Branche.

Michael Metzger, Lohnunternehmer

Während des Besuchs der Schweizer tauschten sich Jessica Gühne von der Fachschule Haldensleben (Bild von links) und Firmenchef Michael Metzger mit den beiden Schweizer Lehrern Regula Hauenstein und Tamara Bieri aus.

Mit etwa 100 Maschinen hat das Unternehmen nicht gerade einen kleinen Maschinenpark. So staunten die Schweizer laut LU Metzger nicht schlecht, dass das Investitionsvolumen des Lohnunternehmens jährlich bei ein bis zu zwei Mio. € liegt. Immerhin muss ein Häcksler pro Saison bis zu 1000 ha Mais ernten. Für die Gäste aus dem südlichen Nachbarland sind das völlig neue Dimensionen. Doch nicht nur der Maschinenpark, auch die Landfläche der Bauern ist im Vergleich zur Schweiz viel höher. Bis zu 1000 ha pro Kunden zu bewirtschaften, ist für das altmärkische Unternehmen keine Seltenheit.

Besuch aus der Schweiz bekommt der Betrieb nicht nur von Schülern, sondern seit einigen Jahren auch von Fachkräften, die Landwirtschaft in der Haupterntezeit im Sommer selbst miterleben wollen. Auch wenn die Löhne im Vergleich zur Schweiz wesentlich geringer sind, reizt die vier jungen Männer, die auch in diesem Jahr wieder mithelfen wollen, die große Technik. So werden sie vom Mähdrescher aus die Getreideernte mitverfolgen oder mit einem der Traktoren das Erntegut vom Feld zum Speicher bringen. Zu tun gibt es laut Michael Metzger genug.

Text und Fotos: LU Metzger