November 2017: LU Löffler

Das Lohnunternehmen Löffler aus dem hessischen Grebenhain ist auf die Arbeit im Holz ausgerichtet. Über 70.000 Schüttraummeter Hackschnitzel im Jahr sprechen für sich.

Andreas (l.) und Vater Klaus Löffler. Im Hintergrund ist der Willibald-Schredder zu erkennen.

Das Lohnunternehmen Löffler besteht seit 2005 als eigenständiges Unternehmen, allerdings seien Lohnarbeiten neben der Landwirtschaft schon immer durchgeführt worden, beschreibt Andreas Löffler: „Seit 11 Jahren besteht nun die FLK Löffler, da der Anteil der Lohnarbeiten damals immer größer wurde. Angefangen haben wir im Dienstleistungsbereich mit dem Winterdienst für die Gemeinde Grebenhain. Anfänglich haben wir den Winterdienst hier im Ortsteil übernommen, mittlerweile sind wir für die gesamte Kommune zuständig.“ Zum Winterdienst kamen nach kurzer Zeit weitere kommunale Dienstleistungen: „Dies begann mit dem Ausbau eines neuen Radweges in der Gemeinde, für den wir langfristig den Pflegeauftrag und die Unterhaltungsmaßnahmen übernommen haben. Dies umfasst das Kehren, Heckeschneiden und Bankettmähen.“

Das Material für den Willibald-Schredder stammt unter anderem aus Sägewerken und wird für die Verbrennung in größeren Anlagen aufbereitet.

Einstieg ins Hackschnitzelgeschäft

 Zur gleichen Zeit gab es im Nachbarort eine Ausschreibung für die Belieferung einer Heizanlage einer öffentlichen Liegenschaft, die eine Schule mit 800 Schülern, die kommunale Verwaltung, sowie einen Kindergarten mit Wärme versorgt. Es handelt sich um eine 320-kW-Anlage mit einem jährlichen Hackschnitzelbedarf von 1.200 SRM Hackschnitzeln: „Wir hatten schon den Bau der Anlage mitverfolgt und haben nach einiger Zeit auch die Belieferung übernommen. Wir arbeiteten über die erste Wintersaison zunächst mit einem gemieteten Hacker der Firma Eschlböck, da die Hacker üblicherweise nur auf Bestellung gebaut werden. Eine weitere Herausforderung war anfänglich, dass im Rahmenvertrag für die Anlage festgelegt worden ist, dass nur Hackschnitzel aus der regionalen Holzproduktion verwendet werden dürfen.“ Wenig später sei die Versorgung der Hackschnitzelheizanlage des Thermalbades in Herbstein mit einer Heizleistung von 350 kW dazugekommen. [...]

Auf dem Betriebsgelände besteht auch die Möglichkeit, Hackschnitzel einzulagern.

Wandel des Holzpreises                

Wie Andreas Löffler beschreibt, waren die Holzpreise vor zehn Jahren noch deutlich niedriger. Durch die vermehrte Nutzung von Biomasse seien die Preise gestiegen: „Der Wärmepreis ist nach einer Verdopplung in den letzten zehn Jahren nun wieder gesunken. Zurzeit steigt allerdings der Holzpreis und der Wärmeindex hat noch nicht nachgezogen. Das ist für uns nachteilig, weil wir ausschließlich Energie an die Anlagen verkaufen, keine Festmeter oder Tonnen. Abgerechnet wird über den tatsächlichen Brennwert. Das heißt, wir müssen dafür sorgen, dass wir immer einen vernünftigen Brennstoff liefern. Für den Heizungseigentümer hat das den Vorteil, dass er davon ausgehen kann, das die Anlage läuft, da wir nur dann Geld verdienen.“ [...]

Das Gespann aus Xerion 3800 und Eschlböck-Hacker hat die beiden 30-m3-Mulden innerhalb von 40 min beschickt.

Robuste Technik

Die Hackschnitzel erzeugen ein Eschlböck 290 sowie ein Willibald Schredder Multicut UH 4800: „Diese Maschine ist im Grunde ein Hybrid zwischen Schredder und Hacker. Er besitzt keine klassischen Schlegel, sondern vierseitige Klingen und Y-Mitnehmer und erzeugt ein gröberes hackschnitzelähnliches Material in der Größe G100“, erklärt Andreas Löffler, Strauchwerk mit Wurzel oder auch das Kappholz aus dem Sägewerk seien für den Willibald kein Problem. Neben den Hackschnitzeln erzeugt und vertreibt das Lohnunternehmen auch Scheitbrennholz: „Das Thema Brennholz ist, mit 700-1000 SRM im Jahr, weniger wichtig als die Hackschnitzel. Die Nachfrage aus dem privaten Bereich ist aber in den letzten Jahren gestiegen.“ [...]

Johannes Rohmann, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der Zeitschrift LOHNUNTERNEHMEN Ausgabe November 2016.