Z-Saatgut auf mehr als der Hälfte der Getreideflächen

Nach Angaben des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. wurden 58 % der Getreideanbauflächen in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2024/25 mit Z-Saatgut bestellt.
Z-Saatgut-Schild in Getreidefeld
Z-Saatgut ist auf 58 % der Getreideanbauflächen. (Foto: Getreidefonds Z-Saatgut)

Schon während des Aufwuchses werden beim Z-Saatgut alle Vermehrungsbestände kontrolliert, nach der Ernte folgen umfassende Tests jeder einzelnen Partie auf Keimfähigkeit, Gesundheit, Sortenechtheit und Reinheit.

Nur Saatgut, das alle Kriterien erfüllt, erhält die amtliche Anerkennung. Für Landwirte soll dies eine verlässliche Grundlage für den Anbau, sichere Erträge sowie ein geringeres Risiko der Übertragung von Pflanzenkrankheiten bieten.

Z-Saatgut als Qualitäts- und Innovationsfaktor

Gleichzeitig ist Z-Saatgut der Motor für Innovationen. Durch die Lizenz- und Nachbaugebühren wird die Arbeit der Züchterhäuser finanziert, sodass neue Sorten verfügbar werden – ein entscheidender Vorteil in Zeiten wachsender Herausforderungen.

Der Verlust von Pflanzenschutzwirkstoffen und die Folgen des Klimawandels mit Hitze, Trockenheit und Extremwetterereignissen verlangen nach widerstandsfähigen und stressresistenten Sorten. Zertifiziertes, amtlich anerkanntes Saatgut soll sicherstellen, dass diese Eigenschaften zuverlässig in die Praxis gelangen und den Betrieben gesunde Bestände sowie qualitativ hochwertige Ernten sichern.

Entwicklungen bei den einzelnen Getreidearten

Winterweizen bleibt mit 2,91 Mio. ha die wichtigste Getreidekultur in Deutschland. Die Anbaufläche legte im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 15,1 % zu. Beim Saatgutwechsel zeigte sich allerdings ein leichter Rückgang: Mit 49 % lag er unter dem Vorjahreswert von 54 %. Auch bei der Wintergerste ist ein Rückgang der Anbaufläche zu verzeichnen – minus 6,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Saatgutwechsel blieb hier mit 66 % jedoch stabil (Vorjahr: 65 %).

Roggen wird nahezu vollständig mit Z-Saatgut bestellt. Bei Triticale ging der Saatgutwechsel von 85 auf 78 % zurück. Ausschlaggebend war vor allem die um 8,4 % ausgeweitete Anbaufläche, die von der Nachfrage nach Z-Saatgut nicht im gleichen Maße gedeckt wurde.

Für die Sommergerste zeigte sich ein gegenläufiger Trend: Während die Anbaufläche um 12,9 % zurückging, erhöhte sich der Saatgutwechsel von 59 auf 64 %. Beim Sommerweizen war nach dem außergewöhnlich starken Flächenzuwachs im Vorjahr ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Die Anbaufläche verringerte sich um 44 %, gleichzeitig erreichte der Saatgutwechsel mit 83 % einen Spitzenwert (Vorjahr: 44 %). Auch der Hafer konnte zulegen: Die Anbaufläche stieg um fast 20 %, und der Saatgutwechsel erhöhte sich deutlich von 51 auf 60 %.

Insgesamt lag der Saatgutwechsel bei Wintergetreide 2024/25 bei 58 % (Vorjahr: 61 %), während er beim Sommergetreide auf 64 % anstieg und damit klar über dem Vorjahresniveau von 55 % lag.

Getreidefonds Z-Saatgut/cca