Ludwig Sigl: LU.WEB Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 6

Beim letzten Tagebucheintrag hat Matthias Meier bei Lu Wagner in Altmannstein noch gesummt, der Mai sei gekommen. Sein Kollege Ludwig Sigl ist nicht mehr ganz sicher, ob es der Mai ist, der da gekommen sein soll: „Ist der Mai kühl und nass, füllt er Bauer Scheun und Fass – oder war das der März???“

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HighlightsRegen bis vorgestern. Der John Deere 7530 mit Autotrac hat sich inzwischen eingelebt und auch der neue John Deere 7950 i Häcksler steht bereit. So begeistert, wie wir hier von Autotrac sind, werden die Kunden sein, wenn der Häcksler im Einsatz ist, da können wir die Futteranalyse zum Häckselgut gleich mit liefern.Zwischendurch hatten wir die alljährliche GMP Zertifizierung durch die Dekra, einen Tag lang wurden die Frachtunterlagen im Büro kontrolliert und anschließend ausgiebig die LKW.Wie gesagt, seit dem 1. Mai ist`s ziemlich nass, hier bei uns. Immerhin es ist kein Schnee! Erstmals überschneiden sich Güllesaison, Maislegen, Grünroggen häckseln und der erste Grasschnitt.Die Vorbereitungen zur inzwischen traditionellen Feldvorführung am 29. Und 30. Mai laufen auf Hochtouren. Mit unserem Landtechnik-Händler Weger aus Regensburg richten wir gemeinsam die Veranstaltung aus. Letztes Jahr war es auf unserem Betrieb, in diesen findet es auf Gut Gschwendhof in Teugn statt. Wir stehen in den Startlöchern!

AußenwirtschaftHoffen auf besseres Wetter. Die Hauptsaison der Gülle haben wir noch beinahe vollendet. Beim Mais sind es noch gut 35 Hektar, die rein müssen, doch dann wurd`s zu nass. Den Mais dann „rein zu schmieren" ist für die Pflanze nicht gut und kann auch zum angespannten Verhältnis zwischen Landwirt und Lohnunternehmer führen. Die Häcksler sind soweit startklar, es sollte längst los gehen - bisher war`s zu feucht, ganz gleich ob Zuckerhirse oder Grünroggen. Seit gestern regnet es nicht mehr. Heute haben wir die Grasernre mit Ladenwagen begonnen. Während der letzten Woche waren wir nur einmal mit dem Ladewagen im Einsatz. Das war eher aus der Not heraus, das Futter wurde bei einigen Landwirten nach dem langen Winter knapp. Da auf den Ackerflächen nichts richtig möglich ist, haben wir Zeit uns um die Vorbereitungen für die Feldvorführung zu kümmern. Auch auf dem Betriebsgelände wurde geackert: 700 Quadratmeter gepflastert. Sieht gut aus und handverlegt! Die Transporte der Rotorblätter für eine Windkraftanlage in der Nähe sind für uns eher ein normaler Transportauftrag. Die Rotoren sind zwar 20 m lang und die Wege sind schmal und steil, bis zu 13% Steigung. Diese Wirtschaftswege sind nur auf den ersten Kilometern geteert, anschließend nur geschottert, spätestens da ist für die LKW Schluss. Da hilft dann nur der 7930. Die Standorte der Windräder liegen auf den Kuppen der umliegenden Anhöhen auf ca. 600 m über Null. Also für Norddeutsche geht's da schon ins Hoch-Gebirge. Die Getreidetransporte laufen witterungsunabhängig auf Hochtouren. Zu den sonst üblichen Transporten stand der Transport von Interventions-Gerste ins BLE Regensburg auf dem Programm.

WerkstattDa ist es zurzeit verhältnismäßig ruhig: Auch der dritte Häcksler ist auf Gras umgerüstet, zwei andere stehen ja schon bereit. Die Ladewagen sind durchgesehen, Getriebe, Ketten Lager und die 56 Messer der Messerbalken. Was erneuert werden musste, ist erneuert.

FreizeitSobald es das Wetter zulässt, führe ich auf meinem eigenen Betrieb die Pflanzenschutzbehandlungen in den Zuckerrüben und im Getreide durch. Natürlich habe ich auch Dünger gestreut, den werden die Pflanzen noch gut brauchen können. Die letzte wirklich große Party war das Maibaum aufstellen mit der Feuerwehr. Am Morgen waren wir mit gut 15 Leuten im Wald, um eine geeignete Fichte zu schlagen. Geeignet heißt, die muss 30 Meter haben. Anschließend wurde dieser zukünftige Maibaum ins Dorf transportiert. Nachdem die Schilder der Gemeinde, Gasthöfe und Landwirte am Stamm montiert waren, wurde der Baum mit Hilfe verschieden langer Stangen von 4 m, 6m und 8m in die Höhe gestemmt. Natürlich wird bei der ganzen Angelegenheit ordentlich geschwitzt und gestöhnt. Das macht nicht nur Spenderherzen weich, die ordentlich Freibier stiften, bis zum Verlust der Muttersprache.

TermineAm 29 u.30 Mai die Ostbayrischen Feldtage auf Gut Gschwendhof in Teugn, in diesem Jahr ausgerichtet von unserem Händler Landtechnik Weger, dessen Partnerbetrieben, John Deere, der Fachschule Triesdorf und uns. Am Samstagabend findet eine anständige Party mit vielseitigem Abendprogramm statt. An beiden Tagen sind zahlreiche Vorführungen, Vorträge und vielseitige Ausstellung organisiert. Das wird eine Gaudi!!!

Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen monatlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.