Michael Komnick: LU.WEB-Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 8

Michael Komnick und das Team von LU Dettmer aus Stemwede singen auf dem gelben Wagen : „Don`t cry for me Argentina.“ Jetzt ist die Fußballmannschaft im Halbfinale und ein Niedersachse Bundespräsident – Noch heißer brennt nur die Sonne.

Älterer Beitrag

Dieser Beitrag ist bereits vor mehreren Jahren erschienen und enthält möglicherweise nicht optimal dargestellte oder veraltete Inhalte.

HighlightsDie Gerste reift und der zweite Grasschnitt ist durch. So fanden wir die Zeit unsere schon traditionelle Feldinspektion durchzuführen. Der nagelneue MF 7480 unseres Arbeitskollegen wurde zur Jungfernfahrt vor den Planwagen gespannt und dann ab in die Felder, die Flächen besichtigen. Bei den Temperaturen glich die Feldmark schon ein bisschen der Savanne in Afrika. Zum Glück hatten wir ausreichend Gerste in Flaschen dabei.

AußenwirtschaftJetzt ist der zweite Schnitt endlich durch. Das lief sehr zügig. Soviel Sonne hatte ja keiner mehr erwartet. Überdurchschnittlich viel wurde in Ballen gepresst: nicht nur Silage oder Heulage auch Heu wurde frachtfertig verpackt und häufig schon am Feldrand abgeholt. Der Pflanzenschutz im Getreide ist abgeschlossen. Regelmäßig werden jetzt nur noch die Kartoffeln behandelt. Wie immer Gülle. Auf den Flächen nach dem zweiten Schnitt wird die Gülle direkt eingeschlitzt. Noch fahren wir Gülle in die Maisbestände. Dazu ist das 21 Kubik-Fass mit Schleppschlauch im Einsatz - zumindest bis zum Achsschenkelbruch. Die Feldberegnungsanlage haben wir wieder im Einsatz. Mit dem Regnerwagen lässt sich eine Fläche auf ca. 80 m Breite und 400 m Länge beregnen. Auf vielen Standorten rollt der Mais bereits die Blätter. Und eigentlich bräuchte auch das Getreide dringend Wasser. Der Weizen ist mitten in der Kornbildung und die Gerste droht notreif zu werden. Wenn wir nicht noch einmal Regen bekommen lassen sich die Grannen der Gerste schlecht vom Korn trennen.

WerkstattUm die Beregnung wieder in Gang zu setzen hatten wir die Beregnungspumpe überarbeitet und mit Schutzgitter versehen. Ja, das Fass. Klar, freitagmorgens, wenn die Luft sowieso schon brennt. Mein Kollege ruft mich um kurz vor 8.00h an, er stände mit dem vollen Güllefass im Mais. Ich höre nur: „ die Achse ist gebrochen." Kurze Überlegung und dann sofort mit der Mannschaft los, um das defekte Fass zu bergen. Erstmal mit dem anderen Fass die Gülle abgepumpt und dann den Achsschenkel mit Rad unterm Fass entfernt und dann vorsichtig zur Werkstatt gefahren. Sofort habe ich rumtelefoniert, wo und wer die notwendigen Ersatzteile haben könnte. Gar nicht so einfach an einem Freitagmorgen eine Achse zu bekommen. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, das schon Feierabendstimmung beim Großhandel war. Glücklicherweise hatte Kotte noch eine komplette Achse liegen gehabt. Die habe ich dann direkt abgeholt. Während dessen hat ein Trupp die Bruchachse ausgebaut. Bis zum frühen Abend war alles wieder einsatzbereit. Ersatzteile hätten eine Lieferzeit von 6-8 Wochen gehabt und Spezialwerkzeug wäre notwendig gewesen. Also Neu ist manchmal wirklich günstiger. Da konnte es dann weiter gehen. Die Mähdrescher sind alle Start bereit. Alles durchgesehen, alles kalibriert und justiert. Gemeinsam mit den Lehrlingen habe ich Korb- und Siebeinstellungen besprochen und ausgeführt. Erst einmal ist alles auf Gerste eingestellt. Am Lexion 560 sind wir auch die Einstellungen für den Raps durchgegangen. Den setzten wir überwiegend auch auf den Rapsflächen ein. Mit dem 7,50 m Schneidwerk sind weniger Überfahrten notwendig, das reduziert schon einiges an Ausfallverlusten. Mal sehen, was bei den Jungs so hängengeblieben ist. Wenn`s soweit ist, werden wir die besprochenen Einstellungen wahrscheinlich etwas angleichen müssen, weil die Gerste zu leicht und das Weizenkorn zu klein ist. Es kommt eben immer darauf an.

FreizeitJa, und ich war mit meiner Freundin kurz an der Nordsee. Ansonsten habe ich wie bei allen meinen Kollegen im allgemeinen Sinne zurzeit nicht viel Freizeit. Wenn ich mir das aber genauer überlege, bin ich ein Frei-Zeit-Aktivist. Und wenn ich nicht im Feld oder auf dem Betrieb aktiv bin, dann bin ich bei den Vorbereitungen zum Schützenfest zu finden. Mit einigen Freunden haben wir einen alten 500er Daimler zum Cabrio umgebaut. Der wird beim Umzug eine Kanone ziehen.

TermineGetreideernte

 

Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen monatlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.

 

Wollen Sie wirklich schon gehen?

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.

Jetzt hier schlumpfen!