Sascha Bansberg: LU.WEB-Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 8

Trotz der hohen Temperaturen im Münsterland behält unser Tagebuchautor bei LU Feldmann, Sascha Bansberg, einen kühlen Kopf. Sollte es doch zu heiß werden, kühlt er sich im Kanal ab.

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Highlights:Das war mit Sicherheit der Claas & Krampe Praxistag für Transporte im Baubereich in der Nähe von München. Eingeladen waren Lohnunternehmer und Bauunternehmer aus der Region. Zusammen mit meinem Chef bin ich dazu nach München geflogen. Wir sind wohl einer der Betriebe mit ziemlich vielen Erfahrungen, wenn es darum geht Berge zu versetzen. Also waren wir eingeladen auf der Veranstaltung unsere Erfahrungen zum Thema Kipper oder LKW bzw. Dumper im Baustelleneinsatz zu erläutern. Die Gespanne waren jeweils ein Axion 810 und ein Axion 840 C-matic mit einer HP 20 Junior und einer normalen HP 20, beladen mit jeweils 27 Tonnen Sand. Zum direkten Vergleich stand ein 4-Achser LKW zur Fahrt durch den Parcours zu Verfügung. Jeder Lohnunternehmer hatten die Chance den Rundkurs zu durchfahren, um die Vorzüge des Schlepper-Dumper-Gespannes am eigenen Leibe spüren und erleben zu können. Großes Gelächter machte sich breit, wenn es jemand mal wieder nicht geschafft hatte, eine steile Rampe zu bezwingen. Klar: Fahrerfehler.

Außenwirtschaft:Die Gerstenernte hat begonnen. Erst sind wir nur mit vier Mähdreschern losgefahren. Inzwischen sind alle neun im Ernteeinsatz. Die Erträge zwischen 55 dt bis zu 90 dt, also gar nicht so schlecht. Auch der zweite Gras-Schnitt ist abgeschlossen. Der Masseertrag lag gut bei 80 Prozent des ersten Schnittes. Traditionell wird hier in der Region der zweite Schnitt bei den Milchviehbetrieben gehäckselt. Trotzdem waren auch unsere Pressen gut ausgelastet. Wir werden nicht wie in den vorherigen Jahren 5 oder sogar 6 Schnitte haben. Der „dritte" Schnitt fällt ganz sicher aus. Es ist einfach zu trocken und das bisschen Regen zwischendurch hat nur gereicht, um das Gerste dreschen ab und an mal abbrechen zu müssen. Der Mais leidet. Erst der kalte Mai und jetzt ist es einfach zu trocken. Obwohl er ganz gut aufgeholt hat und jetzt eine Pflanzenhöhe von gut 1,70 m hat, rollt er die Blätter aufgrund der anhaltenden Trockenperiode. Einige hochprofessionelle Milchviehbetriebe aus unserem Kundenkreis erwarten beim Weizen keinen soliden Ertrag mehr und befürchten auch Mengen und Qualitätsverluste beim Silo-Mais. Deshalb sichern sie sich ihre Grundfutter durch Ganzpflanzensilage und lassen jetzt den Weizen als GPS häckseln. Die Erdarbeiten an der Schleuse bei Münster sind abgeschlossen. In Magdeburg wurde die Kolonne um zwei weitere Dumper-Gespanne aufgestockt. Die Fahrwege sind schön trocken. Dafür staubt es manchmal wie in der Sahara. Darum fahren wir im neu erschlossenen Gewerbegebiet bei Münster Wasser auf die geschotterten Zufahrtswege. Die dort auf den Baustellen beschäftigten Arbeiter müssen teilweise Staubmasken tragen. Wir fahren auch Wasser wieder ab: Unter dem Dortmund-Ems-Kanal wird ein Abwasserkanal gefräst. Das zum Bohren verwendete Wasser wird über Pumpen in ein Selektierer-Auffangbecken geleitet und wir fahren es dann mit dem Vacuum-Faß ab. Zurzeit ist auch unsere mobile Getreidemühle oft unterwegs. Die Schweinemastbetriebe lassen die Gerste teilweise gleich als Feuchtgetreide mahlen und silieren das Schrot unter Zugabe von Luposil. Die 800 PS starke Mühle, ja, da wird einem ganz warm ums Herz, schafft in der Stunde ca. 100 Tonnen Getreide. Wenn der Stern erst einmal zu glühen beginnt.

Werkstatt:Im Moment gibt es dort keine außergewöhnlichen Reparaturen. Einige gerissene Blattfedern an den Kippern oder die üblichen kleinen Reparaturen an den Pressen, wie zum Beispiel Antriebsketten oder Pick-up Zinken. Vorher standen natürlich die Mähdrescher auf dem Werkstattplan. Da waren wir zeitweise mit 4 Leuten gleichzeitig an den Maschinen beschäftigt. Wenn auf dem Acker nichts zu erledigen ist, müssen auch noch Messer für die Pressen geschliffen werden. Mit dem Aqua-Non-Stop-Gerät von Claas ist das schon wesentlich einfacher, als vorher. Da wurde jede Klinge per Hand geschliffen mit herkömmlichen Schleifgeräten. Jetzt sind die gut 250 Messer in wenigen Stunden schonend geschliffen ohne blau zu werden.

Freizeit:Die Wochenenden waren zwischendurch ganz gut planbar. Obwohl es freitags schon mal später wurde oder Samstagmorgen noch ein kleiner Einsatz war, konnte man zumindest Samstagabend um die Häuser ziehen und mit einigen Freunden Kegeln gehen. Und sonntags frei, was bei so gutem Wetter im Sommer ja nicht zu oft vorkommt. Also habe ich die Gelegenheit genutzt am Kanal baden zu gehen. Da ist bei gutem Wetter richtig was los.

Termine:Die GMP-Zertifizierung ist anstandslos über die Bühne gegangen. Endlich. Ich hätte nicht gedacht wie genau alles überprüft wird. Einige Fahrzeuge und sämtliche Unterlagen wurden von gleich vier Prüfern unter die Lupe genommen. Ich begleitete die Prüfer und stand ihnen Rede und Antwort beim Durchsehen der Unterlagen.Ansonsten: Triticale, Weizen, Raps, Gras - ich schätze das geht jetzt Schlag auf Schlag.Und ich habe eine Benachrichtigung erhalten, dass der Meisterkurs zum Fachagrarservice Meister wohl im Dezember 2010 starten wird. Und ebenfalls auf Haus Riswik bei Kleve, wo auch der Berufsschulunterricht stattfindet . Das wird der erste Kurs in NRW sein. Darauf freue ich mich schon!

Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen monatlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.

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