Drei Fragen an: Dr. Markus Demmel

Seit 1. Januar 2021 ist Dr. Markus Demmel Vorsitzender des Fachbereiches Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI.
Dr. Markus Demmel (Foto: privat)

Welche Aufgaben haben Sie als Vorsitzender des Fachbereiches Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI? Und welche Schwerpunkte möchten Sie zukünftig für die Arbeit dieses Fachbereiches setzen?

Der VDI Fachbereich Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik (VDI-MEG) wird vom Fachbeirat geleitet, einem Gremium mit etwa 25 Mitgliedern aus der Entwicklung von Landmaschinen, der Forschung und Lehre sowie der Beratung. Der Vorsitzende des Fachbeirates ist zugleich Vorsitzender der VDI-MEG. Zum 1. Januar bin ich in dieser Funktion Prof. Dr. Peter Pickel nachgefolgt, der diese Aufgabe sechs Jahre lang hervorragend erfüllt hat und nach den Statuten nicht wieder kandidieren konnte. Ich sehe mich zuerst als Vertreter und Gesicht des Fachbeirates und des gesamten Fachbereiches Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI. Zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Till Meinel, dem sechsköpfigen Vorstand und dem gesamten Fachbeirat möchte ich darüber hinaus Impulse für die Facharbeit des Fachbereiches geben, die Arbeit der Fachausschüsse unterstützen und junge Agrartechniker für die Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik gewinnen.

Persönlich möchte ich besonders die Vernetzung und Kooperation mit den übrigen Gesellschaften in unserer Branche intensivieren. Im Inland sind dies besonders die DLG, das KTBL, der VDMA und der Verband der Lohnunternehmen (BLU), während in Europa die European Society of Agricultural Engineers EurAgEng und weltweit die International Commission of Agricultural and Biosystems Engineering (CIGR) im Fokus stehen.

Wo liegen aus Sicht des VDI zukünftig die größten Herausforderungen, denen sich die Landtechnik stellen muss?

Ich kann hier nicht für den gesamten Verein der Deutschen Ingenieure antworten, der mit 145.000 Mitgliedern der größte technisch-wissenschaftliche Verein Europas ist. Die Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI sieht die Aufgabe, Ökonomie und Ökologie so zu verbinden, dass die Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln bzw. biogenen Rohstoffen gesichert, die Biodiversität erhalten und das Klima geschützt werden und dabei die Menschen in der Landwirtschaft nicht auf der Strecke bleiben, als zentrale Herausforderung. Diese ist jedoch nicht von der Landtechnik allein zu bewältigen. Wir Agrartechniker wollen hierzu im offenen und fairen Dialog in mit den anderen Disziplinen zusammenarbeiten. Das Spartendenken muss ein Ende haben, sonst werden wir an den zukünftigen Herausforderungen scheitern.

Welche Rolle spielen die Lohnunternehmer als Pioniere im Einsatz von Landtechnik für den VDI?

Viele Mitglieder des Fachbereiches Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI, seien es Vertreter von Landtechnikherstellern, Professoren, Hochschullehrer oder Berater, pflegen enge und langjährige Kontakte zu Lohnunternehmern. Der Grund hierfür ist ihre Schlüsselstellung als Gesprächspartner, Ideengeber und kritische Anwender bei Entwicklung, Einführung, Einsatz und Optimierung von Landtechnik. Dieser wichtigen Rolle entspricht der Anteil der Lohnunternehmerinnen und Lohnunternehmer an den etwa 1.500 Mitgliedern der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik leider nicht, obwohl jede Agraringenieurin, jeder Agraringenieur Mitglied im VDI werden kann. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass das Engagement im Bundesverband der Lohnunternehmen ihr primäres Interesse sein muss. Dennoch wünsche ich mir in Zukunft eine engere Zusammenarbeit, um den Austausch zum Vorteil für beide Organisationen zu intensivieren.

Die Fragen stellte:

Björn Anders Lützen, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN

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