LU-Frauentag auf Föhr
Organisiert wurde dieser Tag von Karen Tüxen (Leiterin der Frauengruppe des LU-Verbandes) und Bettina Wohld, die mit ihrem Mann Peter das einzige Lohnunternehmen auf Föhr führt. Treffpunkt war der Inselparkplatz in Dagebüll, direkt am Fähranleger, wo sich 21 Frauen aus ganz Schleswig-Holstein schon morgens trafen. Die 50 Minuten Fährüberfahrt nach Föhr vergingen wie im Flug.
Am Fähranleger in Wyk auf Föhr begrüßte die Inselführerin Bettina Wohld die Gruppe. Per Rad ging es nach Alkersum zum Hofladen „Föhrer Inselkäse“, in dem es neben Käse, Joghurt, eigener Milchtankstelle auch viele regionale Spezialitäten von Gewürzen, Marmeladen, Likören bis hin zu selbstgenähter Kleidung zu kaufen gibt.
Besonderheiten des Insellebens
Der nächste Stopp war in Toftum beim Lohnunternehmen Peter Wohld, wo Bettina Wohld einiges zum Inselleben der Einheimischen erzählte, beispielsweise wie es mit der Ersatzteilversorgung läuft oder das Baurecht.
Problematisch ist, dass es keine Geburtsstation mehr auf den Nordseeinseln gibt und die Schwangeren zur Geburt frühzeitig aufs Festland müssen. Als neue Herausforderung beschrieb Bettina Wohld auch, dass sich der Landhandel von der Insel Föhr zurückgezogen hat.
Whisky aus eigenen Zutaten
Ein weiteres Programmhighlight war Hinrichsens Farm mit eigener Whisky-Distillery, Whisky-Tasting und Hofcafé in Dunsum. Der Chef selbst erzählte leidenschaftlich, wie er zur Whiskyherstellung gekommen ist, dass der Whisky aus seiner eigenen Gerste oder Roggen gebraut wird und wie alles andere funktioniert – auch der regelmäßige Umgang mit dem Zoll. Er hat in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal: Die komplette Whiskyherstellung findet zu 100 % auf dem eigenen Hof aus den eigenen Zutaten statt. Die Hofführungen, das Whiskytasting und die Vermarktung über die Touristen haben den Whisky zu einem guten Standbein für ihn gemacht.
Mühlendorf Borgsum
Weiter ging es zum Mühlendorf Borgsum auf einem Bauernhof, der sich auch auf die Touristen eingestellt hat, hier aber mit einer Adventure-Minigolfanlage, einem Maislabyrinth und einem Café. Bei strahlendem Sonnenschein gab es Kaffee und Kuchen, bevor es dann über die zahlreichen Fahrradwege Föhrs zum Gotingstrand ging.
Hier konnten alle die Seele baumeln lassen, Sonnenschein genießen, baden gehen, den Blick übers Meer auf die Halligen und Amrum wandern lassen, mit Salzgeruch und Meeresduft in der Nase, dabei ein Glas Manhatten – das Nationalgetränk Föhrs – trinken. Bei Sonnenschein und Wind verging die Rückfahrt mit der Fähre wie im Nu.
Feste Pläne für nächsten Frauentag
Zum Abschluss traf sich die Gruppe im Strandhotel in Dagebüll zum gemeinsamen Abendessen. Hierbei wurde das anstehende Frauenseminar im November und der Frauentag im kommenden Jahr besprochen, der wahrscheinlich im Raum Ostholstein stattfinden wird. Resonanz und Fazit: Das Konzept mit der Fahrradtour beim Frauentag hat sich seit Jahren mehr als bewährt, denn die Gruppe mischt sich regelmäßig neu und Kontakte werden so geknüpft.
Karen Tüxen/cca