LU Trend-Report: Investitionen 2011

In welche Richtung wachsen und investieren Lohnunternehmer? Welche Techniken und Verfahren laufen gut, was wird mehr, was weniger? Das wollen wir wissen und befragen monatlich Leser von „Lohnunternehmen“ für den Trend-Report. Nicht repräsentativ, aber allemal mehr als ein Bauchgefühl. Diesmal zum Thema Investitionen 2011.

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Lohnunternehmer sind Unternehmer und investieren kontinuierlicher als die Landwirte, so vielfach die Meinung der Industrie. Da ist sicher auch was dran, aber auch für die Lohnunternehmer gilt „Liquidität vor Rentabilität" und wer im Biogasboom Kapazitäten aufbauen oder ergänzen will, muss meist notgedrungen andere Pläne auf Eis legen. Das geht den Landwirten nicht anders, die für innerbetriebliches Wachstum, wie Tierbestände, Ställe, Pachtland oder Biogasanlagen ihr Geld ausgeben. Die Frühbezugsaktionen der Industrie sind gestartet in der Hoffnung, dass sich Lohnunternehmer frühzeitig für eine Investition entscheiden. Sind die Hoffnungen begründet? Wie investitionsfreudig sind die Lohnunternehmer in dieser Zeit? So unsere Fragestellung in diesem Monat.74% der von uns befragten Lohnunternehmer haben vor, für die Saison 2011 zu investieren. Das ist schon mal ein starker Wert. 26% wollen nicht in Neumaschinen investieren, sondern planen längere Nutzungsdauer und mehr Reparaturen. Und an welche Investitionssumme denken die LUs, die investieren wollen? Gut die Hälfte geht bis 100.000 Euro, 30% bis 300.000 Euro, 8% wollen zwischen 300.000 und 600.000 Euro investieren und 11% über 600.000 Euro. In welchem Verhältnis steht die Investition zum Umsatz des Betriebes? 80% der Befragten sagen, dass sie regelmäßig 10% bis 20% vom Umsatz investieren, 22% investieren jährlich 30% und mehr vom Umsatz. Im Mittel investieren die befragten Lohnunternehmer 19% ihres Umsatzes jährlich. Und in welche Technik wird investiert? Transporttechnik, Traktor, Häcksler und Gülletechnik stehen oben an. Das dürfte mit Biogas zu tun haben. Von denen, die investieren wollten wir genauer wissen, was gekauft werden soll. Beim Traktor spielt die PS Klasse 150 bis 250 PS die Hauptrolle, beim Häcksler die Klasse 500 bis 700 PS, beim Mähdrescher liegt die Rotormaschine leicht in Führung und bei den Spritzen hatte der Selbstfahrer die gleiche Anzahl der Nennungen, wie die gezogene Spritze. Bei den Pressen ist offenbar nur die Quaderballenpresse interessant. Interessant ist, dass bei der Frage nach dem Transportfahrzeug der LKW deutlich mehrt Nennungen hatte wie Mulde, Abschiebewagen und Häckselwagen zusammen. Bei der Güllewirtschaft wurde der Wunsch nach Traktor plus Fass 9 mal öfter genannt als der Selbstfahrer. Nun heißt investieren aber nicht automatisch Neumaschinen kaufen. Auf die Frage, ob auch gebrauchte Technik gekauft werde, antworteten 60% mit Ja und 28% mit einem konsequenten Nein. 12% bezeichneten die Gebrauchte als Notlösung. Beim Kauf nutzen 66% die Frühbezugskonditionen, wobei der Zeitraum für den sogenannten Frühbezug laut Auskunft einiger der LUs recht flexibel gehandhabt werde. Auf die Frage nach der Art der Finanzierung outeten sich über 50% als Kunden der Hausbank, 32% nutzen direkte Herstellerfinanzierungen und 8% Händlerfinanzierungen. Leasinggesellschaften und Mietkaufmodelle waren nur für jeweils 2% der Befragten Lohnunternehmer eine Option. Welche Rolle spielt die Maschinenmiete, wollten wir wissen? 42% der Befragten nutzen die Miete und zwar hauptsächlich für Traktoren, mit weitem Abstand gefolgt vom Güllefahrzeug, Mähdrescher und Häcksler. Zum Schluss stand die Frage: Fühlen Sie sich vom Kunden und vom Wettbewerb unter Druck gesetzt, immer neueste Technik einzusetzen? Mit „Ja" antworteten 60%.

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