Weihnachtsgrüße und Jahres-Highlights aus der Redaktion
Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr neigt sich dem Ende zu. Für uns vom Beckmann Verlag war es ein bewegtes und aufregendes Jahr. Neben Reportage-Terminen waren wir, die Redaktion LOHNUNTERNEHMEN, auch auf Messen, Feldtagen und weiteren Veranstaltungen unterwegs. Das war toll und wir alle haben gemerkt, wie sehr wir die persönlichen Kontakte wertschätzen – sind sie doch entscheidend bei unserer Arbeit. Lesen Sie hier unsere persönlichen Highlights aus der LOHNUNTERNEHMEN-Redaktion.
Wir freuen uns auf das nächste Jahr mit Ihnen und wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!
Ihre Redaktion LOHNUNTERNEHMEN und der gesamte Beckmann Verlag
Innovativ vorangehen
Mein diesjähriges Highlight war unser Schwerpunkt zum Thema Spot-Behandlung im Pflanzenschutz in unserer April-Ausgabe. Dafür haben wir zum einen dazu geeignete Technik vorgestellt, zum anderen das Lohnunternehmen Peterberns aus dem niedersächsischen Gersten portraitiert. Das Lohnunternehmen setzt seit 2023 Spotspraying-Technik von Ecorobotix vor allem auf Zwiebelflächen ein. Im Vergleich zur Standard-Behandlung sinkt der Mitteleinsatz dabei um 50 bis 90 %. Darüber hinaus werden die Kulturpflanzen beim Herbizideinsatz geschont, da sie nicht vom Pflanzenschutzmittel benetzt werden. Umgekehrt können Insektizide ohne Verluste ausschließlich auf die Kulturpflanzen appliziert werden. Für mich zeigt dieses Beispiel, wie Lohnunternehmer als Innovatoren den Einsatz neuer landtechnischer Verfahren vorantreiben und somit die Landwirte dabei unterstützen können, nachhaltiger zu wirtschaften – sprich Kosten für Pflanzenschutzmittel einzusparen und gleichzeitig die Umwelt weniger zu belasten.
Björn Anders Lützen
Herausragend ausgebildet
Der beeindruckenste Termin, den ich in diesem Jahr wahrnehmen durfte, war der Berufswettkampf der Jahrgangsbesten des Ausbildungsberufes Fachkraft Agrarservice in Rendsburg. Während eines Tages mussten die Absolventen mit den besten Abschlussnoten zeigen, was sie können. Und sie können einiges: Technik, Pflanzenbau, Kommunikation mit den Kunden und vieles mehr. Und auch wenn es kein offizieller Ausbildungsinhalt ist – die Teilnehmenden des Berufswettkampfes haben unter Beweis gestellt, dass sie auch Teamgeist haben. Eine Qualifikation, die ihnen in ihren jeweiligen Ausbildungsbetrieben erfolgreich vermittelt wurde und die sie im Rahmen einer Aufgabe in willkürlich zusammengesetzten Arbeitsgruppen umsetzen mussten. Diese Aufgabe wurde genauso exzellent gelöst wie die vielen anderen. Das Aufgabenspektrum hat gezeigt, wie vielseitig dieser Beruf mit Zukunft ist. Zugleich hat der Berufswettkampf gezeigt, wie engagiert das Thema Berufsausbildung in den FAS-Ausbildungsbetrieben angegangen wird. Für die Absolventen ist die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice nicht nur ein vielseitiger Beruf, sondern auch eine ganz hervorragende Basis für deren weiteren beruflichen Werdegang.
Stephan Keppler
Umdenken im Pflanzenbau
Das Lohnunternehmen Behr aus dem niedersächsischen Barum sät Raps mit einer Einzelkorndrillmaschine. Deshalb war ich im Juni dort zu Gast und habe mich mit Pascal Ulber getroffen, der im Lohnunternehmen für den Bereich Pflanzenbau verantwortlich ist. Gemeinsam mit ihm habe ich mir Flächen mit Raps in Einzelkornsaat angeschaut und darüber gesprochen, warum diese Dienstleistung angeboten wird. Spannend fand ich, dass es dabei nicht nur um eine bessere Auslastung der Technik geht, sondern auch um pflanzenbauliche Aspekte, wie beispielsweise die Möglichkeit durch den Reihenanbau der Ackerfuchsschwanz-Problematik mit mechanischem Pflanzenschutz begegnen zu können. Im Pflanzenbau beobachte ich derzeit einen großen Umbruch. Alternativen oder begleitende Maßnahmen zum chemischen Pflanzenbau zu finden und einzuführen gewinnt aufgrund von Resistenzen, Wirkstoffverlusten und neuen Auflagen an Bedeutung. Umso besser, wenn Lohnunternehmer hier vorangehen.
Mirja Schmatzler
Vielfältige Einblicke
LU JBB hat eine neue Halle für eine Werkstatt gebaut. Aber das Spannende war nicht nur, dass Lohnunternehmer Julian Bromann-Behrens mich in alle Aspekte des Ablaufs – von der Planung bis zum fertigen Bau – mitgenommen hat. Aus dem Thema Hallenbau ergaben sich vielfältige Einblicke in das Lohnunternehmen. So war es letztendlich zu dem Hallenbau gekommen, weil Julian Bromann-Behrens sein Lohnunternehmen aus dem landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters heraus gegründet hatte. Während er dort mithalf, kam er zufällig zum Maishäckseln – die Geburtsstunde vieler Lohnunternehmen. Aber daraus entstand zusätzlich ein Fuhrunternehmen aus Lkws, das die Biogasanlagen beliefert. Durch den Fuhrpark war irgendwann die eigene Werkstatt notwendig. Und dieser Kreis schließt sich damit, dass LU JBB sich die neue Halle mit dem landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters teilt. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie individuell sich einzelne Lohnunternehmen entwickeln. Auf ähnlich spannende Begegnungen freue ich mich für das Jahr 2026. Und wer meine Reportage „Halle nach Plan“ verpasst hat, kann diese in unserer März-Ausgabe nachlesen.
Carmen Carl
Gemeinsam Berge versetzen
Wenn ein ehemaliger Azubi den Chefposten eines Lohnunternehmens übernimmt, ist das – wie ich finde – ein wirklich toller gemeinsamer Weg aller Beteiligten! So geschehen in diesem Jahr bei LU Metz in Stadtallendorf. Als ich im Juni dieses Jahres die Reportage zu dem Thema übernahm, war das für mich eine ganz besondere Freude. Und so habe ich es sehr genossen, Philipp Malkus – neuer Inhaber des Lohnunternehmens – und Stefan Metz – ehemals Betriebsspitze und nun „nur noch“ Angestellter – jede Menge Fragen rund um ihren Führungswechsel stellen zu dürfen. Danke für das spannende Interview! Mein Resümee dazu wird mich auch in Zukunft begleiten: Wenn die Unternehmensspitze dem eigenen Team vertraut und ihm – auch im Vorschuss – genug zutraut, ist das eine optimale Grundlage für eine erfolgreiche Nachfolgelösung. Gibt es außerdem eine ehrliche und transparente Kommunikation von „oben nach unten und zurück“, kann man quasi gemeinsam Berge versetzen.
Birgit Greuner
Mit Begeisterung dabei
Mein 2025er Highlight ist nicht eine Reportage, sondern eine Erkenntnis: die Begeisterung der Lohnunternehmer für ihren Job! Dazu trug die Reise mit unseren 2024er-Gewinnern des LU Image-Award nach Rom bei. Zum Highlight wurde dies für mich auch, weil kurz danach die beiden Schweizer Gewinner-Familien Fuchs und Villiger ihre Gewinner-Kollegen Alexandra und Rainer Wagner als Überraschungsgäste zum Betriebsjubiläum besuchten. Mal eben 1.000 km an einem Tag, weil in Rom ein so guter Draht zwischen Menschen entstanden war, die sich sonst wohl nie begegnet wären! Sehr angetan war ich genauso von meinem Besuch bei LU Wulf in Schleswig-Holstein. In Eigenarbeit entstand dort eine sehr gelungene „Kreation“ zum Thema Gülleverschlauchung. Herzblut für Technik und der Mut zur eigenen Lösung – ein Markenzeichen unserer Branche. Das gilt auch für LU Janssen in Rhede mit seiner selbst konzipierten Softwarelösung für das Büro- und Kundenmanagement. Individuell, kreativ, engagiert – klasse und gern weiter so!
Jens Noordhof