Das LU-Mitarbeitertagebuch geht weiter!

Die Rubik des LU-Mitarbeitertagebuchs im LU-Web war ein großer Erfolg. Aus diesem Grund führen wir das Tagebuch ab 2016 fort. Wöchentlich werden Mitarbeiter von ihren Erlebnissen berichten. Einen ersten Einblick gibt Janina Kock schon jetzt, denn sie steckt gerade mitten in der Grünfutterernte in Neuseeland.
Janina Kock kurz vor ihrem Abflug nach Neuseeland.

Das bin ich

Moin Moin, wie man bei uns im Norden so sagt. Mein Name ist Janina Kock und ich komme aus Schleswig-Holstein. Dort betreiben meine Eltern ein Lohnunternehmen mit 20 Mitarbeitern und ca. 15 Aushilfen, auf dem ich seit meinem Abitur mitgeholfen habe. In diesem Jahr mache ich einen Trip nach Neuseeland, wo ich bei einem Lohnunternehmen arbeite. In Berichten werde ich immer wieder einen Einblick in mein Auslandspraktikum geben.

Hinreise

Auf meiner Hinreise habe ich einen Stopp in Singapur gemacht. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, die Stadt zu erkunden, da sie wunderschön und interessant ist.

Angekommen bin ich danach in Auckland, Neuseeland, aber leider war mein Koffer noch irgendwo anders. Deswegen ging es erstmal ohne Koffer zum Lohnunternehmen „Grain and Food“ ca. 100 km südlich von Auckland. Gleich wurde mir dort mein Zimmer gezeigt und ein paar Mitarbeiter, die grade auf dem Hof waren, vorgestellt. Meine Unterkunft ist eine alte Garage, die noch nicht fertig ist und ich durch die Wände gucken kann…. aber daran habe ich mich langsam gewöhnt.

Die ersten zwei Wochen

Inzwischen habe ich die ersten zwei Wochen Arbeiten hinter mir und kann sagen, dass ich den geplanten Alltag in Deutschland vermisse! Ich durfte gleich am Tag nach meiner Ankunft mit Silo abfahren und ich merkte sofort, dass ich in einem anderen Land bin. Hier sind alle Kühe, Kälber und Bullen draußen auf den Weiden, auf sogenannten Paddocks. Diese sind nicht sehr groß, damit die Kühe nicht allzu viel laufen können, und die Tore sind größtenteils sehr winzig. Die Neuseeländer fahren rückwärts auf die Koppeln und waren entsetzt, dass ich es doch tatsächlich vorwärts versuchen wollte. Nachdem ich drei Tage mit abgefahren habe, wurde mir das Schwaden gezeigt - jedenfalls sollte es mir gezeigt werden. Ich bin bei einem Vorführschwader der Firma Lely mitgefahren, saß im Endeffekt aber nur fünf Stunden daneben bzw. habe die Tore zu den Koppeln geöffnet und wieder geschlossen. Am nächsten Tag durfte ich dann endlich selbst Schwaden und es ist einer der entspanntesten Jobs hier, da man seine Ruhe hat. Wenn man jedoch 27 ha schwaden soll und diese nur auf die 1-2 ha kleinen Paddocks verteilt sind, dann kann das relativ nervig sein.

Hier arbeitet man nicht von Montag bis Freitag und am Wochenende, wenn Saison ist. Hier arbeitet man bis samstags, hat dann sonntags meistens frei und kommt somit auf eine 80-Stunden Woche. An einem solchen Sonntag sind wir an den Strand gefahren und man kann wirklich sagen, dass Neuseeland eines der vielfältigsten Länder überhaupt ist. Bei uns in der Gegend rund um Hamilton ist es sehr flach: man sieht alles und jeden. Fährt man aber 10-15 km, ist man gefühlt in den Voralpen: an der einen Seite die Bergwand und auf der anderen Seite geht es den Hang steil abwärts.

 

Mehr Beiträge gibt es ab Januar hier im LU-Web unter lu-web.de/redaktion/mitarbeitertagebuch/