Ludwig Sigl: LU.WEB Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 8

Nach dem Regen , nun die Sonne. Bei 36 Grad Lufttemperatur hat unser Tagebuchautor Ludwig Sigl bei LU Wagner in Altmannstein die Kabine seines JD 7530 auf 21 Grad runter gekühlt: „Wir können bei jeder Temperatur.“

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HighligtsWahnsinns Temperaturen aber Standwetter - ideale Bedingungen zur Arbeitsplanung. Endlich konnten wir hier durcharbeiten. GPS, Grünroggen und inzwischen auch Triticale- und Wintergerste-GPS sind abgeerntet! Und auch der zweite Schnitt ist endlich geerntet. Ich schätze, der war ertragsmäßig so gut wie der erste. Der Startschuss ins Getreide ist gefallen. Seit zwei Tagen wird die erste Gerste gedroschen.

AußenwirtschaftDas Wetter hat sich hier während der letzten Wochen als sehr stabil erwiesen. Stabil und verdammt heiß! Es war schon beinahe angenehm, wenn`s nur 30 Grad warm war - wohl dem der eine Kabine mit Klimaanlage hat. Und die habe ich auf meinem JD 7530. Darum bin ich, wie auch alle meine Kollegen sehr umsichtig gefahren, nur keine Reparatur, dann hätte man raus gemusst in die Hitze. Noch sehen der Mais und das Getreide nicht so schlecht aus. Der zweite Grasschnitt war Mengenmäßig so gut wie der erste. Schätze aber von der Qualität ist der zweite in diesem Jahr besser. Vor der Hitze hatten wir hier ja ständig Regen, da waren die Böden schön satt. Auf den abgeernteten GPS-Flächen ist natürlich gleich wieder Gülle drauf gekommen. Das Zunhammer Fass mit 18,5 Kubik und 21 Meter Schleppschlauch, ist wendig und nicht zu schwer. Das ist gerade auf den steilen Lagen oder auf den schweren Böden wichtig. Wir konnten auch noch Gülle in die spätgedrillten Maisbestände fahren, bis 50 cm Wuchshöhe ist das kein Problem, auch nicht mit der normalen Bereifung. Auf den Flächen mit Fahrgassen geht es noch etwas länger. Wir haben sogar noch Silomais gedrillt, einen 190ziger aus dem Sortiment der SaatenUnion, der wurde gleich in Breitsaat ausgebracht. Wenn es so warm bleibt und vielleicht noch Wasser kommt dann wir der noch richtig gut. Im Pflanzenschutz läuft die Mais Zünsler-Bekämpfung auf Hochtouren. Der Befallsdruck ist höher als erwartet. Im vergangenen Jahr war es nicht so schlimm. Auch die „Hackschnitzel-Produktion" läuft auf Hochtouren. Wir sind mit der Maschine gut ausgelastet, weil die Bioheizkraftwerke praktisch nichts mehr auf Lager haben. Normalerweis gibt es für die Spedition vor der Ernte immer etwas Ruhe. Aber jetzt werden die Lager geräumt. Die Hoffnung auf steigende Getreidepreise hatte sich nicht erfüllt und jetzt kommt die neue Ernte. 1000 Tonnen haben wir in 8 Stunden vom Lager zum Schiff befördert. Das läuft rund wie ein Uhrwerk. Jetzt durch die Hitze sind die Pegelstände von Donau und dem Rhein-Main-Donau-Kanal auf einigen Teilstücken für vollbeladene Schiffe zu niedrig. Also wird ein Teil der Schiffsfracht auf LKW umgeladen und auf der Straße Fluss auf- oder abwärts transportiert, bis zu dem Hafen, wo wieder ausreichend Wasser unterm Kiel ist. Für einige LKW ist die „Ernte-Sondergenehmigung" durch. So können wir auch in der Getreideernte am Wochenende ab Feld mit LKW transportieren.

WerkstattVor der Werkstatt auf unserem „handgepflasterten" Hof stehen die Muldenkipper und 18-Tonner-Anhänger und werden auf Getreidetransport umgerüstet. Jedes Transportfahrzeug wird gründlich gereinigt und die Plane aufgebaut. Auch die sechs Jonnys, drei 7530 und drei 7930 alle mit AutoTrac, die wir vermieten, standen bis gestern zur Inspektion noch in der Werkstatt. In den nächsten Tagen werden die Schlepper morgens wohl zur Bodenbearbeitung eingesetzt und ab dem Nachmittag zum Getreidetransport. Sobald wieder etwas Platz in der Werkstatt ist, werden die übrigen Häcksler, Schwader und Mähwerke durchgesehen. Der erste Häcksler steht schon in der Werkstatt und wird von Gras auf Mais umgerüstet. In spätestens zwei Wochen wird er in Ungarn eingesetzt.

FreizeitIch war praktisch rund um die Uhr im Einsatz. Wir hatten ja einiges aufzuholen nach der langen Regenzeit - vor der Hitze. Wenn`s gepasst hat, habe ich meinen Dominator 88 erntefertig gemacht. Ich habe ja auch noch einiges an Getreide auf meinem Betrieb. In der letzten Woche hatte mein Dieselross, Baujahr 51, seinen Auftritt beim Dorffest, bei der Oldtimer-Rally.

TermineAm Dienstag, also dem 13. Juli finden auf unserem Betrieb der 14. Niederbayrische Biogas-Praxistag statt. Das Thema der Fachtagung heißt Erntetechnik zur Feuchte und Ertragsmessung. Gut 60 Biogasanlagenbetreiber und Lohnunternehmer haben bereits zugesagt. Auf dem Programm steht erst eine Betriebsbesichtigung und eine kleine Vorführung unseres John Deere Häcksler mit HarvestLab und Feuchtemessung. Und am 31.Juli steigt die ganz heiße Party: unser Chef heiratet!

Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen monatlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.

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