Michael Komnick: LU.WEB Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 3

Michael Komnick, unser Tagebuch-Autor vom Lohnbetrieb Dettmer in Stemwede, hat in den letzten vier Wochen viel Zeit mit umfangreichen Umbaumaßnahmen am Tridem-Güllefass verbracht. Der Aufwand hat sich gelohnt. „Jetzt funktioniert alles so, wie wir es uns gewünscht haben“, freut sich Michael Komnick.

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Highlight:Das Highlight des Monats war für mich die zweitägige Tour, die von unserer Hauptstelle in Kettenkamp organisiert wurde. Wir haben die vier Lohnunternehmen Wessendorf, Strauch, Jumpers und Kumm besucht und darüber hinaus noch die Produktion von der Landtechnikfirma Lemken besichtigt. Außerdem haben wir uns noch den Landtechnikhändler Technik-Center Alpen angesehen. Ich finde es immer wieder super, andere Betriebe anzusehen und zu hören, wie dort gearbeitet wird. Man kann dadurch sehr viel für die eigene Arbeit und den eigenen Betrieb lernen, z.B. wie in der Werkstatt gearbeitet wird, mit welchem Maschinenbestand welche Arbeitsleistungen erbracht werden. Die Betriebe haben sich sehr gut auf unseren Besuch vorbereitet und die Tour war ein voller Erfolg!Schön war es auch, mit den Kollegen aus den anderen Standorten vom Lohnbetrieb Dettmer zusammen zu treffen. Das kommt eigentlich noch zu selten vor, denn den Erfahrungsaustausch zwischen den Kollegen empfinde ich als enorm wichtig. Hier kann man sehr gut Tipps und Tricks austauschen.

Außenarbeiten:Schnee, Schnee, Schnee... Der Winter nimmt kein Ende. Wir sind immer noch mit mehreren Leuten und Fahrzeugen im Winterdienst unterwegs. Ich muss nur noch mit raus, wenn Not am Mann ist, da ich in der Werkstatt einiges zu erledigen habe.Wir haben überdies Kompost mit unserem Tridem-Abschiebewagen von einer kommunalen Kompostierungsanlage zu landwirtschaftlichen Flächen gefahren und zum Teil auch schon mit dem Großflächenstreuer verteilt. Wir fahren bis zu 25 km von der Anlage bis zum Feld.Bei einigen Kunden haben wir auch schon Gülle mit unserem Gelenkmixer, der für Hochbehälter bis zu 5m Höhe geeignet ist, aufgerührt und zum Teil mit unseren Schleppschlauchfässern in Getreide und Raps ausgebracht. Dies ging allerdings nur in der Zeit, in der die Flächen schneefrei und trotzdem tragfähig waren. Und diese Tage konnte man leider an einer Hand abzählen.

Werkstatt:An unserem Tandem-Fass haben wir die Klappung des Schleppschlauchgestänges komplett überarbeitet. Es kam immer wieder zu Rissen am Gestänge und an den Klappzylindern. Wir haben das Gestänge nun verstärkt und stärkere Klappzylinder eingebaut. Jetzt klappt´s wieder richtig!Das große Tridem-Fass wurde mit einer pneumatischen Lastverschiebung nachgerüstet. Bei diesem Prinzip wird das Fass in zwei Kammern von 1/3 vorn und 2/3 hinten eingeteilt. Die Kammern sind im unteren Bereich miteinander verbunden. Bei der Gülleausbringung wird zuerst der hintere Bereich des Fasses geleert. Der vordere Bereich folgt danach. Somit erhöht man die Stützlast auf die Kugelkupplung und verbessert damit die Traktion des Schleppers. Zusätzlich können wir die vordere der drei Achsen am Güllewagen anheben, was die Stützlast weiter erhöht. Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass man das Gewicht des kompletten Gespannes nur noch auf vier Achsen verteilt, was natürlich den Bodendruck steigert. Außerdem haben wir die Befüllung des Fasses noch ein wenig angepasst und die Befüllleistung damit deutlich erhöht. Auf der Ausbringseite haben wir eine Druckerhöhungspumpe angebaut, damit gleich beim Einsetzen auf der Fläche an allen Schläuchen auf 27 m Breite genug Gülle ankommt. Auf die Idee mit der Druckerhöhungspumpe sind wir auf der Agritechnica gekommen. Die zusätzliche Pumpe wird hydraulisch angetrieben. Das funktioniert bei den heutigen Traktoren wunderbar, denn die Fördermengen und auch -zeiten lassen sich ja programmieren.Abschließend haben wir an diesem Fass noch eine Ausblaseinrichtung eingebaut. Wir hatten das Problem, wenn auf dem Feld noch eine kleine Restmenge Gülle im Fass vorhanden war, dass wir es nicht wieder schnellstens neu Befüllen konnten, weil das Fass noch unter Druck stand. Jetzt können wir den Druck kontrolliert auf dem Feld ablassen und wieder Gülle nachtanken. Mit all den neuen Features läuft das Fass jetzt richtig gut.

Freizeit:Ich habe mein Büro zu Hause einmal komplett neu geordnet und übersichtlicher einsortiert. An einigen Modellen meiner Sammlung habe ich zwischendurch weitergearbeitet.Darüber hinaus fanden Versammlungen von der Feuerwehr, vom Schützenverein und der Winterschützenball statt.

Termine:Wir sind von Krone zu einem Häckslerfahrertraining eingeladen worden. Thema sind die elektronischen Hilfssysteme der Maschine. Wir werden voraussichtlich mit drei Personen daran teilnehmen. Außerdem haben wir ein Indoor-Cart-Rennen mit allen unseren Mitarbeitern und Aushilfen geplant, was bestimmt sehr lustig wird. Mal gucken wer als erster durch das Ziel geht...

Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen wöchentlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.