Sascha Bansberg: LU.WEB Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 2

Kurze Nächte, aber dafür lange Arbeitstage… Sascha Bansberg vom Lohnbetrieb Feldmann aus Münster ist zurzeit nicht zu beneiden. Der Winter hat in Münster und Umgebung im Januar kräftig zugeschlagen und unserem LU.WEB Tagebuchautoren viel Arbeit beschert.

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Highlights:So einen Winter wie in diesem Jahr habe ich bislang noch nicht erlebt! Jeden Tag Winterdienst - das ist schon etwas Besonderes!Mit einem Kollegen aus der Werkstatt habe ich Anfang Januar beim Güllewagenhersteller Kotte ein neues Tridemfass und ein dreichases Transportfass abgeholt. Insgesamt waren wir 5 Stunden mit den Schleppern unterwegs. Der Tridem Pumptankwagen fasst 25 m³ und ist mit 30 m Schleppschlauchgestänge und Reifendruckregelanlage ausgestattet. Wir bekommen immer mehr Anfragen zur Gülleausbringung, so dass der Betrieb in die beiden neuen Fässer investiert hat, um alle Aufträge abarbeiten zu können.

Außenarbeiten:Seit Weihnachten sind wir fast täglich im Winterdiensteinsatz. An einem Tag hatten wir 20 cm Neuschnee. Da mussten wir unsere Touren mehrmals fahren, um die Straßen frei zu halten. Es war nicht immer einfach, genug Personal zusammen zu bekommen, um die Fahrzeuge zu besetzen. Werden unsere Traktoren mit Schneeschild eingesetzt, müssen nämlich immer zwei Personen auf einem Schlepper sitzen. Grund dafür ist, dass der Abstand von der Lenkradmitte des Schleppers bis zur äußeren Kante des Schneeschildes größer als 3,5 m ist und wir somit nur auf der Straße fahren dürfen, wenn ein Einweiser mit an Bord ist, der bei unübersichtlichen Verkehrsituationen absteigen und gucken muss, ob die Straße frei ist. Für uns Fahrer ist das natürlich angenehm, weil wir somit bei Nachteinsätzen Unterhaltung haben.Insgesamt kamen elf Schlepper zum Winterdiensteinatz, zwei für die Kommune, vier für die Stadt Münster und fünf für gewerbliche und private Kunden. Für die Stadt Münster streuen wir mittlerweile Kainit, weil kein Streusalz mehr verfügbar ist. Wir laden das Streugut auf dem Baubetriebshof. In unserer Region werden aufgrund der Streugutknappheit nur noch die Hauptverkehrstrecken gestreut. Nach dem Streueinsatz werden die Fahrzeuge sofort in der Waschstraße gereinigt und dann müssen wir für unsere geleistete Arbeit unterschreiben und damit bestätigen, dass wir im Auftrag der Stadt ordnungsgemäß die Straßen gestreut haben.Unsere Dumpergespanne waren auch im Januar beinahe durchgehend beschäftigt. In der Halle Münsterland fand am Wochenende ein internationales Springturnier statt. Wir haben Anfang letzter Woche mit unseren Traktor-Dumper-Gespannen Sand für den Reitparcours herangeschafft. Die Baustelle in der Schleuse am Dortmund-Ems-Kanal ruht zurzeit. Aufgrund von Eisgang können keine Schiffe mehr auf dem Kanal fahren. Und unser Auftrag lautet, dass wir die Erde auf ein Schiff verladen sollen, das den Aushub abtransportieren soll.Bei einigen Kunden, die sich eine Sondergenehmigung geholt haben, wurde schon am 15.01. mit der Gülleausbringung begonnen. Landwirte, die nur bis zum 01.11.2009 Gülle ausgebracht haben, durften ab dem 15.01.2010 wieder in die neue Güllesaison starten. Wir konnten somit unter anderem das neue Tridemfass schon einsetzen. Darüber hinaus waren die anderen fünf Fässer auch im Einsatz, um über wiegend die erste N-Düngung im Getreide durchzuführen.

Werkstatt:Ich war kaum in der Werkstatt. Ende Dezember habe ich noch ein Güllefass für die Saison 2010 durchgesehen. Seit Januar bin ich die meiste Zeit mit Außenarbeiten beschäftigt.

Schule:Im Januarblock gab es die Noten der Klausen aus dem Dezemberblock. Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden. Es lag alles zwischen „gut" und „sehr gut".Im Fach Marketing haben wir uns im Januarblock mit dem Thema Werbung beschäftigt. Hydraulik und Mähdreschertechnik waren die Themen einer Klausur, die wir in Agrartechnik geschrieben haben. Im Februar müssen wir unsere Berichtshefte abgeben. Da hatte ich noch ein paar Sachen aufzuarbeiten... Ich habe aber alles soweit nachgeholt und bin jetzt wieder gerade vor.

Freizeit:Da gibt es im Januar wenig zu berichten. Ich habe fast jeden Tag gearbeitet, auch an den Wochenenden. Meine Freundin ist manchmal auch nicht mehr ganz so begeistert, mich nur noch abends für ein paar Stunden zu sehen, bevor ich mich schlafen lege. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten!

Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen monatlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.