Extreme Witterung führt zu vermehrtem Maisanbau

Die Niederschläge im Herbst 2017 und das nasse Frühjahr 2018 sorgten vor allem in den nördlichen Bundesländern für Veränderungen im Anbauverhalten.

Viele Landwirte kamen zur Herbstaussaat nicht auf ihre Felder. Auch in diesem Frühjahr mussten sie lange warten, ehe die Böden abgetrocknet waren. Da dann selbst die Aussaat von Sommergetreide oft nicht mehr möglich war, blieb der Mais die einzige Anbaualternative.

Die extremen Witterungsverhältnisse führten letztlich dazu, dass die Maisanbaufläche nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) von 2,526 Mio. ha in 2017 auf 2,611 Mio. ha (2018) kletterte. Demnach bauen die Landwirte 2018 insgesamt 463.800 ha Körnermais und 2,148 Mio. ha Silomais an. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 31.800 ha beim Körnermais (+7,4 %) und 53.400 ha bei Silomais (+2,6 %). 

Basierend auf einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens KleffmannGroup bei den Landwirten im Februar und März dieses Jahres war das DMK zunächst von einer stabilen Anbaufläche ausgegangen. Das DMK prognostizierte einen Zuwachs von 0,2 % (6.235 ha) auf 2,533 Mio. ha. Zum Zeitpunkt der Umfrage waren die Schwierigkeiten rund um die Frühjahrsbestellung, die unter anderem auch zu einem vermehrten Flächenumbruch der Winterungen führten, allerdings noch nicht absehbar.