Führungswechsel in Brandenburg

Nach rund 30 Jahren ist im Landesverband in Brandenburg eine Ära zu Ende gegangen: Werner Nabuda hat nicht erneut kandidiert.

Kontinuität ist eine der Eigenschaften des Landesverbandes der Lohnunternehmer in Land- und Forstwirtschaft in Brandenburg! Das gilt sowohl mit Blick auf die inhaltliche Interessenvertretung für die Lohnunternehmen als auch in personeller Hinsicht. In den vergangenen 30 Jahren wurde der Landesverband von Werner Nabuda als Präsident geleitet.  Da er nicht erneut für dieses Amt kandidierte, mussten die Mitglieder bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung ein neues Präsidium wählen. Dem gehören künftig Christian Liepe, Martin Krebs, Tommy Bodain und Maik Manthey an. Zum Nachfolger Nabudas hat das einstimmig gewählte neue Präsidium Maik Manthay gewählt. Der 31-jährige Lohnunternehmer aus dem nordwestlich von Berlin gelegenen Gransee ist der jüngste Landesverbands-Präsident innerhalb des BLU. Trotzdem kann er schon auf einige Erfahrungen in der Verbandspolitik zurückblicken. In den vergangenen zwei Jahren war er als Vize-Präsident einer der Vertreter von Werner Nabuda. Eines der Ziele von Maik Manthey ist es, den Landesverband weiter zu stärken und gezielt Lohnunternehmen anzusprechen, die bislang nicht organisiert sind. In den anstehenden politischen Auseinandersetzungen um die künftige Agrarpolitik will er den Kurs seines Vorgängers fortsetzen. Dass die anstehenden Probleme eine starke Interessenvertretung der Lohnunternehmen brauchen, machte der Vortrag von BLU-Geschäftsführer Dr. Martin Wesenberg deutlich. Er ging auf die aktuellen Proteste der Landwirte ein, an denen sich auch Lohnunternehmen maßgeblich beteiligten.

Für Meisterausbildung werben

Daneben wurde von Dr. Martin Wesenberg auch das Thema berufliche Bildung aufgegriffen. Nicht zuletzt dank der Feldheld-Kampagne des BLU lägen in den meisten Regionen genügend Bewerbungen für die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice vor. Sorge bereitet dem BLU-Geschäftsführer dagegen das nachlassende Interesse an den Weiterbildungskursen zum Agrarservicemeister. Seit dem Start der Weiterbildungskurse seien bundesweit 346 Agrarservicemeister:innen ausgebildet worden, von denen etwa 25 bis 30 % nicht bei Lohnunternehmen arbeiteten. Gerade vor dem Hintergrund anstehender Generationswechsel in vielen Lohnunternehmen sowie dem Einziehen einer zweiten Führungsebene in wachsenden Unternehmen sei der Bedarf an Agrarservicemeister:innen deutlich größer. Der BLU-Geschäftsführer rief die anwesenden Lohnunternehmen dazu auf, weiter und stärker bei ihren Mitarbeiter:innen für die ASM-Weiterbildung zu werben.

Stephan Keppler, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN