Getreideüberladewagen bei LU Gemballa

Marco Gemballa drischt im nordöstlichen Mecklenburg-Vorpommern jährlich rund 2.500 ha Getreide und Raps. Der Überladewagen gehört bei ihm fest in die Erntekette.

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Marco Gemballa hat in Boldekow, nordöstlich von Neubrandenburg einen landwirtschaftlichen Betrieb mit dazugehörigem Lohnunternehmen. Insgesamt arbeitet er dort mit 18 festen Mitarbeitern. Als Dienstleistung bietet er alle landwirtschaftlichen Arbeiten an, neben dem Ausbringen von Gärresten und Gülle steht besonders die Ernte von Getreide, Rüben und Mais im Vordergrund. Zugenommen habe die Nachfrage nach Komplettbewirtschaftung, betont er. Mittlerweile erledigt er 1.000 ha in Komplettbewirtschaftung für seine Kunden.

Zwei Drescher pro Überladewagen
In der Getreideernte ist er mit drei John Deere-Rotordreschern unterwegs, mit denen er rund 2.500 ha drischt. Davon sind 1.100 ha eigene Fläche und der Rest Dienstleistung. Jede Maschine drischt damit so um die 800 bis 900 ha pro Jahr, davon 300 ha Raps, 300 ha Weizen und der Rest teilt sich auf in Gerste und Roggen. Die Erträge in diesem Jahr lagen hoch. Beim Weizen zwischen 8 und 11 t und beim Raps zwischen 4,5 und 5 t pro Hektar. Marco Gemballa kauft in der Regel neue Maschinen, die er meist acht Jahre lang einsetzt. Der Zeitpunkt zum Maschinenwechsel hängt auch ab vom aktuellen Gebrauchtmaschinenpreis. Also aktuell heißt das: weiterfahren.

Marco Gemballa setzt regelmäßig Überladewagen in der Getreideernte ein und zwar seinen eigenen Hawe-Getreideüberladewagen mit 25 m³ Fassungsvermögen. Der Überladewagen wird immer mit Aufpreis je ha zum Druschpreis berechnet, betont er. Einige Kunden fahren das Getreide selbst ab, andere lassen den Abtransport vom Drescher bis zum Erfassungshandel komplett durch Gemballa erledigen. In vielen Fällen sei der Überladewagen daher unverzichtbar. Mit dem Überladewagen bedient er zwei Mähdrescher. Die Schlaggrößen liegen im Mittel bei 40 bis 50 ha mit Schlaglängen von 600 bis 1.000 m. Im Extremfall kommen auch mal Schlaglängen von bis zu 2 km vor. Der Überladewagen erhöht seiner Erfahrung nach die Leistung der Mähdrescher deutlich, wohlgemerkt in seiner großflächigen Druschregion. Druschleistungen bis zu 1.000 t Weizen pro Tag seien so in der Spitze möglich, bei Erträgen so um die 9 t/ha. „Außerdem nimmt der Lkw bei uns in der Getreideabfuhr einen immer größeren Part ein und verdrängt ab 6 km Entfernung zum Entladeort das Traktorgespann."

Spitzenbrecher mit Potenzial
Wie sieht Marco Gemballa die Dienstleistung Getreidedruck in seiner Region im nordöstlichen Mecklenburg Vorpommern, umgegeben von großen Ackerbaubetrieben? Einige Landwirte im seiner Region mechanisieren die Basis ihrer Getreideernte selbst und kaufen Spitzenbrecher hinzu. Diese Spitzen sind dann aber auch schon ganz ordentliche Flächen. Einer seiner Kunden verfügt über 3.500 ha Druschfläche und davon drischt Gemballa schriftlich vereinbart die Spitze von 400 ha. In diesem Jahr sind daraus sogar 500 ha geworden.

Als wir am 21. August kurz vor Redaktionsschluss noch mal bei Marco Gemballa nachfragten, ob das Korn vom Feld sei, war seine Getreideernte keineswegs durch. „Bei uns steht, oder besser gesagt liegt, noch eine ganze Menge Weizen", schilderte er. „Die Getreideernte begann bei uns am 25. Juli und wir dachten, am 5. August ist das Getreide vom Feld. Aber jetzt wird es wohl der 5. September und geht fast in die Rübenernte über. Die Silomaisernte schiebt sich gerade mächtig nach hinten, heute hatten wir gerade mal gerade 7. °C"

Hans-Günter Dörpmund, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der LOHNUNTERNEHMEN September 2014

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