Landtechnik bleibt 2025 stabil

Nach einem Umsatzplus von 2 % auf 11,3 Mrd. € zeigt sich die deutsche Landtechnik 2025 stabil, trotz Zöllen und Exportrückgängen.
Dr Tobias Ehrhard
Dr Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des Branchenverbandes VDMA Landtechnik (Foto: VDMA Landtechnik )

Die Landtechnikindustrie in Deutschland hat sich 2025 stabilisiert. Nach Angaben des VDMA Landtechnik erreichten die Hersteller von Landmaschinen und Traktoren einen Umsatz von 11,3 Mrd. €, was einem Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Das ist mehr als eine Seitwärtsbewegung, aber immer noch kein Durchbruch“, sagt Dr. Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des Branchenverbandes VDMA Landtechnik. Von einer deutlichen Erholung kann noch nicht gesprochen werden. Belastend wirken weiterhin Zölle und geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Handel mit den USA. Dort wird der Stahl- und Aluminiumanteil von Maschinen mit hohen Zollsätzen belegt, was Kosten und administrativen Aufwand erhöht.

Wettbewerb und offene Märkte nötig

Die Branche positioniert sich klar für offene Märkte. Rückläufige Exporte in die USA – mit einem Minus von 28 % – unterstreichen die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen. Gleichzeitig rückt Südamerika stärker in den Fokus. Das EU-Mercosur-Abkommen gilt als politisches Signal für langfristige Absatzchancen, auch wenn Zollsenkungen schrittweise erfolgen und nicht alle Produktbereiche betreffen.

Geteiltes Konjunkturbild in den Landtechniksegmenten

Innerhalb Europas zeigt sich ein differenziertes Bild: Während Traktoren und Erntemaschinen noch schwach tendieren, verzeichnen Bodenbearbeitung, Dünge- und Pflanzenschutztechnik Zuwächse. Auch Melk- und Fütterungstechnik profitiert von stabilen Rahmenbedingungen. Für 2026 wird insgesamt eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft erwartet, bedingt durch volatile Märkte und sinkende Erzeugerpreise. Insgesamt geht der Verband jedoch von einem leichten Wachstum des Weltmarktes aus.

VDMA Landtechnik/cca