Landtechnikhandel: Konjunktur im Plus

Die Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachbetriebe vermelden Umsatzzuwächse, allerdings fallen diese geringer aus als im vergangenen Quartal.
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Wie schlägt sich das aktuelle Pandemie-Geschehen auf die Branchenkonjunktur der gut 5.500 Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachbetriebe in Deutschland nieder?
„Unsere Branche hat die Zeit der Pandemie bisher sehr gut verkraftet“, sagt Ulrich Beckschulte, Geschäftsführer im LandBauTechnik-Bundesverband, „das belegen auch die Zahlen der Konjunkturbefragung für das erste Quartal 2021.“ Zwar ist das Umsatzplus mit 1,3 Prozent deutlich geringer im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (3,8%), dennoch darf die Branche im Gegensatz zu vielen anderen aber ein Plus verzeichnen. Aktuelles Kernproblem sind allerdings Lieferengpässe in verschiedenen Maschinenbereichen; auch der Gebrauchtmaschinebestand ist dünner als sonst. Gestiegen ist auch die Zahl der Beschäftigten, auch wenn nur gering um 0,5 Prozent. Auf der Kostenseite sind insbesondere die Personalkosten um 3,9% gestiegen sowie die Betriebskosten um 3,7%. Bei den Auszubildenden ist die Beschäftigungssituation demgegenüber nahezu unverändert. Einen leichten Rückgang gab es bei dem Neumaschinenumsatz.
„Es freut uns natürlich, dass sich die positive Entwicklung aus dem Jahr 2020 fortsetzt, nichts desto weniger bleibt es abzuwarten, wie sich das Jahr tatsächlich entwickeln wird“, so Beckschulte. Die Erwartungslage ist dabei hinsichtlich des Umsatzes tendenziell gut, dennoch erwarten rund ein Viertel der Fachbetriebe einen Umsatz-Rückgang. Knapp 60 Prozent erwarten sogar einen Rückgang im Neumaschinengeschäft. Hinzu kommt die aktuelle Engpasslage von Materialien, die nahezu jedes Handwerk betrifft. Es wird sich zeigen, ob sich der positive Trend der Branche weiter fortsetzen kann.

LandBauTechnik – Bundesverband e.V./lue