Untersaaten in Getreide

Der DSV empfiehlt Untersaaten in Getreide einzuplanen und damit vielfältige Vorteile zu nutzen. Dies sei auch als Greeningmaßnahme einsetzbar.

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Eine Grasuntersaat in Getreide ist gemessen an ihren Vorteilen eine überschaubare, einfache und kostengünstige Maßnahme, die bei engen Fruchtfolgen eine interessante Alternative zu bestehenden Anbausystemen ist, lässt die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) wissen und empfiehlt, Untersaaten bei der Anbauplanung zu berücksichtigen.Durch Untersaaten wird die Bodenfruchtbarkeit erhalten und verbessert. Sie führen zu einer besseren Befahrbarkeit, einer guten Verwertung von organischen Düngern und können außerdem als Futter- oder Biomasselieferant dienen. Als Greeningmaßnahme können sie im Rahmen der Anlage ökologischer Vorrangflächen (Stand 7/2014) unter bestimmten Bedingungen einbezogen werden.Sofern die Auswahl der Gräserart in Verbindung mit Aussaattermin und Saatstärke der Deckfrucht abgestimmt wurde, hat die Untersaat keinen negativen Einfluss auf den Ertrag der Deckfrucht, sie kann sie im Gegenteil positiv beeinflussen.

Saattermin je nach Getreideart Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Untersaat in Getreidebestände einzubringen. Die Herbsteinsaat zeitgleich mit oder kurz nach der Saat des Getreides ist bei langsam wachsenden Gräserarten der beste Termin. Bei mittelschnell wachsenden Gräserarten hat sich die Winteruntersaat auf Frost bewährt, so dass das Saatgut durch Schnee und Niederschläge gut in den Boden eingewaschen wird. Die Frühjahrseinsaat ist bei schnell wachsenden Gräserarten zu bevorzugen.Grundsätzlich gilt:

  • langsam wachsende Gräserarten brauchen schwache Deckfrüchte oder eine frühe Einsaat der Untersaat
  • schnell wachsende Gräserarten brauchen starke Deckfrüchte oder eine späte Einsaat der Untersaat.

Wichtig ist die Kontrolle und ggf. die Bekämpfung von Schnecken in der Deckfrucht, da die kleinen Gräser in beschatteten und feuchten Getreidebeständen sehr gerne gefressen werden. Weiterhin ist Lager in der Deckfrucht unvorteilhaft, da die Untersaaten sonst aufgrund von Lichtmangel eingehen. Durch eine gezielte Sortenwahl wird die Untersaat begünstigt. Entscheidend ist hier der Lichteinfall, der durch die Bestandesdichte, durch die Blattstellung sowie Blattform des Getreides bestimmt wird. Der Saattermin der Deckfrucht ist ebenfalls sehr wichtig. Bei früh gedrillten, dichten Beständen wird eine Frühjahrsuntersaat schwierig.

Geeignete Untersaatmischungen sind im DSV Internet zu finden. Fachkundige Beratung bieten die DSV Ansprechpartner vor Ort.

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