Zuckerrübenkampagne
Bei der Zuckerrübenkampagne für den Zuckerhersteller Pfeifer & Langen läuft die Verarbeitung der Rüben rund um die Uhr, da der Rohstoff nur begrenzt lagerfähig ist und die technologische Zuckergewinnung keine Unterbrechung verträgt. Im Mittelpunkt steht die Herstellung von regionalem Rübenzucker. Die kurzen Transportwege von durchschnittlich 50 km leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Effizienz.
Geringere Flächen und süßere Rüben
Die Anbauflächen fallen in diesem Jahr kleiner aus, da die Mengen gemeinsam mit der Landwirtschaft an den Marktbedarf angepasst wurden. Viele landwirtschaftliche Betriebe haben angesichts der schwierigen Marktlage weniger Rüben angebaut. Die Aussaat begann früh im März. Über weite Strecken profitierten die Pflanzen von günstigen Wachstumsbedingungen, wenngleich die Trockenheit im August den Ertrag gebremst hat.
Da aufgrund des trockenen Frühjahrs keine Wasserreserven im Boden vorhanden sind, brauchen die Zuckerrüben regelmäßige Niederschläge. Wetterextreme bleiben für den Rübenanbau eine unberechenbare Herausforderung. Unter diesen Bedingungen erwartet Pfeifer & Langen eine solide Durchschnittsernte – mit tendenziell süßeren Rüben als im Vorjahr.
Herausforderung Schilf-Glasflügelzikade
Neben dem Wetter sind Schädlinge für die Landwirtschaft zunehmend herausfordernd. Besonders die Schilf-Glasflügelzikade ist in einigen Anbauregionen ein Thema, vor allem rund um das Werk Könnern. Dort erprobt Pfeifer & Langen in einer Modellregion gemeinsam mit der Landwirtschaft sowie Wissenschaft, Züchtern und Zuckerrübenanbauerverbänden, wie der Befall eingedämmt werden kann.
Blattläuse und Blattkrankheiten
Auch Blattläuse und Blattkrankheiten verursachen jährlich steigenden Druck. Mit systematischem Monitoring – von Blattläusen über Blattflecken bis zu Zikaden – kann die Anbauberatung des Unternehmens Landwirtinnen und Landwirte frühzeitige Handlungsempfehlungen geben. Die gesammelten Daten fließen in eine nationale Datenbank ein und tragen zu wirksamen Gegenmaßnahmen bei. Ergänzend setzt der Zuckerhersteller mit einem Kooperationspartner kleinräumlich auf eigene Wettermodelle, die Prognosen zur Krankheitsentwicklung verbessern helfen.
Pfeifer & Langen/cca