April 2001: Hardy Metzger's Werkstatt-Organisation

Die Organisation der Werkstatt hat nicht unerheblichen Anteil am Erfolg eines Lohnbetriebes. Hardy Metzger aus Meßdorf bei Stendal setzt auf präzise Datenerfassung in diesem Bereich.

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Hardy Metzger, aus Baden-Württemberg stammend, kam 1991 zuerst nur für einige Aufträge nach Meßdorf im nördlichen Sachsen-Anhalt, die er über eine Annonce in Lohnunternehmen erhalten hatte. Im folgenden Jahr war die Auftragslage schon so gut, dass er beschloss, seinen Betrieb in Meßdorf anzusiedeln. Seitdem liegt der Umsatzschwerpunkt beim Grünland. _

Sein Betrieb beschäftigt 23 Mitarbeiter und 2 Auszubildende Hardy Metzger, selbst ausgebildeter Maschinenbauer, springt bei den Reparaturen zu Arbeitsspitzen, wenn erforderlich, ein. Um aber auch die Abläufe in seiner Werkstatt noch weiter zu verbessern, schickt er seine Mechaniker regelmäßig auf Fortbildungsseminare und wird eine neue Maschine angeschafft, gibt es einen Einführungskurs vom Hersteller. _Neben der Wartung, die jeder Fahrer bei seiner Maschine durchführt, ist er auch bei Reparaturen anwesend und schaut dem Fachmann über die Schulter. So lernt er dazu und der Arbeitsablauf während der Saison auf dem Feld wird verbessert. Hardy Metzger ist jedoch dazu übergegangen, kompliziertere Arbeiten nur dem Werkstattfachmann zu überlassen, da dieses unterm Strich Zeit und Geld spart. _Zur Werkstatt gehört auch das Lager. Dort sind Ersatzteile bevorratet, von denen 80% im Winter per Sammelbestellung geordert werden. Ab diesem Jahr soll eine Lagerverwaltung aufgebaut werden, für die dann nur noch ein Angestellter aus der Werkstatt zuständig ist. _Die Angestellten müssen davon überzeugt werden, dass der Aufwand etwas bringt, so Hardy Metzger, sonst klappt es nicht mit der Motivation. Das gilt besonders für die Aufzeichnung der Reparaturzeiten. Ca. 10 Minuten ist jeder Mitarbeiter pro Tag damit beschäftigt, auf vorgegebenen, einfachen Formularen die Daten zu notieren. _Jede Maschine im Betrieb von Hardy Metzger hat ein eigenes Konto. Dort werden seit 1996 die Reparaturstunden und seit 1998 auch die Ersatzteilkosten pro Maschine vermerkt. Der Aufwand für die Erfassung aller Ersatzteile und Reparaturstunden in der Werkstatt scheint im ersten Moment hoch. Doch wer sein Unternehmen genau kennen will, muss ihn betreiben.