August 2003: Josef Milte machts möglich
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Der Lohnunternehmer Josef Milte aus Drensteinfurt Rinkerode im Münsterland, ist ein klassischer Agrardienstleister. Mähdrusch und Futterernte sind die wichtigsten Betriebsstandbeine. Zumindest war das bis vor wenigen Jahren so. Inzwischen hat sich das "Wintergeschäft", der Tiefbau, zu einem tragenden Standbein entwickelt. Zur Zeit laufen zehn Bagger von 2,2 t Minibagger bis zum 25 t Kettenbagger. Schaufeln, Greifzangen und Pulverisierungsschere liegen anbaubereit auf dem Betriebsgelände.
Dem Unternehmen stehen zur Getreideernte ein schlagkräftiges Dutzend Claas Drescher zur Verfügung. Die Kollektion kann sich sehen lassen. "Bei der Kaufentscheidung zu einer Maschine ist für uns der Service, Händlernähe und dessen Zuverlässigkeit ein entscheidendes Kriterium, so Josef Milte. Im Schnitt drischt jede Maschine 250 ha, die Maschinen die auch im Mais laufen kommen auf erheblich mehr Fläche. Der Strukturwandel macht sich auch hier bemerkbar: bei nahezu gleichbleibender Fläche sinkt die Zahl der Kunden, die mehr Schlagkraft einfordern. Im Getreide und besonders im Maisdrusch wird mit Überladewagen gearbeitet. Ein Aufschlag auf den regulären Preis ist auch im Münsterland nicht durchzusetzen. Der Überladewagen muß sich durch die mögliche Mehrleistung tragen. Diese Mehrleistung ist aber nur bei durchorganisierter Logistik zu erbringen. Wenn das alles klappt, so sind bis zu 40% mehr Leistung möglich. Miltes Überladewagen von Hawe, kommen in der Ernte auf Stundenleistungen von 60 t im Getreide und ca. 100 t im Mais.
Die Schlepper sind auch bei Milte die Zugpferde. Zur Zeit bewegen sich ca,. 25 Schlepper der Marken Case, Fendt und JD auf dem Betrieb und zu den Kunden. Ganz konsequent wird der Traktor nach gut zwei Jahren und einer durchschnittlichen Stundenleistung von ca. 2500 umgesetzt. Denn nicht nur die Bagger werden auf Tiefladern transportiert, die von Schleppern gezogen werden.
In der Region dominieren die hochqualifizierten Betriebe der Schweinezucht und Schweinemast. Diese Betriebe lassen die gesamte Gülle-Logistik von ihrem Lohnunternehmer erledigen. Nicht nur die direkte Ausbringung auch die Transporte zu Güllelagern oder zu den Ackerbaubetrieben, die die Gülle abhnehmen.
Rinderhaltung spielt eine geringere Rolle in Miltes Umgebung. Die Milchviehbetriebe sind durch die Bank Hochleistungsbetriebe und entsprechend sind ihre Erwartungen an den Lohnunternehmer.
Bei der Grundfutterernte Gras setzt Milte zur Mahd einen Big M ein. Gehäckselt wird im Gras wie auch im Mais mit Claas
Die Rinderhalter gehen in dieser Region mehr und mehr wieder zur Silage mit Häcksler über, ca. 90 % werden ins "Silo gehäckselt". Die oft besprochene 24 Stundensilage für Milte absolut kein Problem.