Februar 2002 - Frerk Franksen der Maisspezialist

Von der Aussaat bis zur fertigen Silage übernimmt Frerk Franksen alle Arbeiten rund um dem Mais.

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Maismanagement beginnt klassisch mit der Sortenwahl. Immer öfter sind hier Lohnunternehmer entscheidend tätig, zum Beispiel mit eigenen regionalen Sortenversuchen und entsprechenden Empfehlungen. Eine Problemlösung, die bei den Landwirten zunehmend gefragt ist bietet der Lohnunternehmer Frerk Franksen. Heute sät der 40 jährige Landwirtschaftsmeister und Lohnunternehmer 350 ha Mais bei rund 50 Landwirten im Umkreis von 20km. Er wirtschaftet im hohen Nordwesten Deutschlands ( Wesermarsch) nur wenige Kilometer von der Nordsee entfernt auf Marschböden.

Einmal pro Jahr, im Herbst, veranstaltet Lohnunternehmer Francksen einen Mais-Informationstag, bei dem interessierte Landwirte mit den Fachleuten der Firmen über die Vor- und Nachteile verschiedener Maissorten diskutieren können. Frerk Francksen nutzt heute einen Hektar seiner eigenen Flächen für den reinen Sortenversuch. Dort können die Kunden das Wachstum der Pflanzen begutachten. Allerdings mischt er auch einmal ganz neue, auf dem Markt noch gar nicht etablierte Sorten darunter. "Ich probiere eben gerne mal etwas Neues aus, vor allem Maissorten, von denen vielleicht die Vertreter der Firmen meinen, sie seien doch nicht so geeignet".

Bei der Sortenwahl sind für den Lohnunternehmer verschiedene Kriterien wichtig: "Oberstes Gebot ist die Standfestigkeit.. Außerdem achtet er auf einen möglichst hohen Energiegehalt bei den Sorten, Gut gelaufen seien auf den Marschböden in den letzten Jahren Sorten wie Justina, Monitor, Goldoli, Marquis und PR 39 G12 von Pioneer. Durch seine Sortenversuche und die Mais-Informationstage hat er viele Kunden gewonnen, zu denen er über die Veranstaltungen stets guten Kontakt halten kann.

Seine Arbeit rund um die Masisilage endet mit dem Walzen des Häckselgutes. Heute verlassen sich viele der rund 50 Landwirte, mit denen er beim Maisanbau zusammenarbeitet, voll und ganz auf ihn. Nicht nur bei der Sortenwahl, sondern zunehmend verlagern Landwirte auch das komplette Maismanagement an den LU Franksen. Dabei bietet der Lohnunternehmer seine Dienste komplett vom der Vorbereitung des Bodens über das Legen, Spritzen bis zum Ernten und Häckseln an. Fast zwei Drittel seiner Mais-Kunden fahren nur noch die Gülle auf ihren Maisfeldern selbst aus. Ein Drittel übernimmt lediglich das Pflügen und die Saatbeetbereitung selbst.