Juni 2005: LU Kemming bietet einen Rundumservice für Mais

Seit 25 Jahren ist der Lohnunternehmer Thomas Kemming aus Dülmen im Maisgeschäft tätig. Seit dieser Zeit bietet er seinen Kunden einen Rundum-Service: Anbauplanung, Saatgutwahl, Bestandesbetreuung und Ernte.

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Seitdem wir uns mit dem Maisanbau beschäftigen, bieten wir unseren Kunden einen Rundum-Service um die Maisbestellung. Das fängt für uns bereits mit der Auswahl eines für unsere Böden geeigneten Sortenspektrums an. Im zeitigen Frühjahr fahren wir dann unsere Kunden an, beraten bei der Anbauplanung und der Sortenwahl. Wir haben uns zum Grundsatz gemacht, keine Maissorte zu empfehlen, die wir nicht mindestens ein Jahr selbst angebaut haben. Darüber hinaus probieren wir auch Sorten aus, die nicht in den norddeutschen Landessortenversuchen vertreten sind, sondern vielleicht über eine EU-Zulassung verfügen, oder andere Exklusivsorten auf Empfehlung unseres Großhändlers. Ich denke, da wir über eigene Erfahrungen aus dem Versuchanbau verfügen, schenken uns unsere Kunden besonderes Vertrauen.

Exklusives Sortenangebot Exklusiv-Sorten, die wir mit Erfolg in unserer Kundschaft eingeführt haben, sind beispielsweise die Maissorten Clapton und Cassini vom Züchter Maisadour. Die Versuchseinheiten bekommen wir durch die Außendienstmitarbeiter der Züchterhäuser zur Verfügung gestellt, entweder automatisch im Frühjahr, oder auch schon mal auf Anfrage. Die Versuchseinheiten sind mit nur etwa 10.000 Körnern meist kleiner als die normalen Einheiten (50.000 Körner je Pack). In 2004 hatten wir neben dem Züchter Maisadour Saatgut aus den Häusern Euralis, DSV Saaten, Pioneer, KWS und ragt.

Wir bauen die Sorten unter Praxisbedingungen in Streifen zu je 6 Reihen über eine Feldlänge an. Schon die Aussaat ist sehr aufwendig, da die Saatkästen nach jeder Feldlänge restentleert werden müssen. Wir drillen unsere Versuche mit einer Kleine Multicorn 12-reihigen Maschine mit 80 cm Reihenabstand (Normalsaat).

Ertragskartierung im Mähdrescher

Im Versuch sind alle Sorten mit 10 Körnern je m² abgelegt, obwohl einige Züchter weniger ? bis runter auf 8 Körner je m² - empfehlen. Die Bestandesführung erfolgt ortsüblich nach guter fachlicher Praxis. Die Beerntung im Herbst nimmt ebenfalls viel Zeit in Anspruch. Jede Sorte wird einzeln gedroschen und verwogen. Gedroschen wird mit einem Deutz TopLiner 4065 HTS, BJ 1998, 5-Schüttler-Maschine. Die Maschine ist zum Ernten von Körnermais mit Lamellensieben (für Getreide) und einem LH 565 Ertragserfassung von LH Agro ausgestattet. Vor etwa 6 Jahren sind wir in die sattelitengestützte Ertragserfassung eingestiegen. Dadurch ließen sich auch Standortunterschiede in einem Schlag identifizieren.

Mit Hilfe einer Mischprobe über die ganze Feldlänge wird der Feuchtegehalt bestimmt.

Zur Bestimmung des Trockensubstanzgehalts stehen meine Maisproben im Trockenschrank bei der KWS am Versuchsstandort Ostbevern. Seit drei Jahren haben wir eine elektronisch gesteuerte Maisdrille und legen mit dieser Bestandesdichtenversuche an. Im Bereich Pflanzenschutz probieren wir jedes Jahr verschiedene Wirkstoff-Cocktails oder Spritzfolgen aus.

Wir haben keinen wissenschaftlichen Anspruch und greifen im Verkaufsgespräch ausschließlich auf unsere Erfahrungen aus unseren Maisversuchen zurück. Wenn der Landwirt eine andere Sorte haben will, besorgen wir ihm diese selbstverständlich auch.

Lohnunternehmer Thomas Kemming

www.kemming.de