November 2008: LU Kobler setzt auf spezielle PS-Technik im Mais

Der Lohnbetrieb ?Agrolohn? aus dem bayerischen Neukirchen ist nach Versuchseinsätzen in 2007 in diesem Jahr erstmalig mit eigener Technik im Einsatz gegen den Maiswurzelbohrer. Dazu schickte uns Roland Kobler folgenden kurzen Bericht mit einigen Fotos.

Älterer Beitrag

Dieser Beitrag ist bereits vor mehreren Jahren erschienen und enthält möglicherweise nicht optimal dargestellte oder veraltete Inhalte.

LU Roland Kobler, Firma Agrolohn, berichtet:

Der international gefürchtete Quarantäneschädling für Mais wurde im Jahr 2007 erstmals in Bayern im Landkreis Passau und am Flughafen München entdeckt. Der Westliche Maiswurzelbohrer ist in der EU als Quarantäneschaderreger eingestuft. Bei starkem Befall wird der Mais erheblich geschädigt, mehr als 50% Ertragsverlust sind möglich.
Auf Pheromonfallen, die im Rahmen eines Überwachungsprogramms des amtlichen Pflanzenschutzdienstes bevorzugt in Maisschlägen aufgehängt sind, wurden ab dem 14. Juli 2008 erneut Käfer des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera) in Bayern gefunden. Die Festsetzung von neuen Befalls- und Sicherheitszonen und die Durchführung von Quarantänemaßnahmen war somit erforderlich.

2007 erstmals Maiswurzelbohrer im Kreis Passau

Im Kampf gegen den Westlichen Maiswurzelbohrer haben wir mit unserem Lohnunternehmen Agrolohn, mit Hauptsitz in Neukirchen v. Wald bei Passau in unseren Außenstellen in Niederbayern, Anfang August mit den Spritzeinsätzen im Jahr 2008 begonnen.

Die befallenen Schläge sind in einem Umkreis von 5 km um das Befallsfeld mit einem Insektizid zu bekämpfen. Auf den befallen Flächen darf zudem auf den beiden darauf folgenden Jahren kein Mais angebaut werden. Die Fläche wird nach dem Käferfund durch das Amt für Landwirtschaft festgelegt. Auf jeden Fall werden die angrenzenden Schläge gespritzt. Der tatsächliche Spritzaufwand wird durch das Amt von Fall zu Fall festgelegt, je nach Fundmengen.

Kabine in 4 m Höhe

Mit dem eingesetzten Spezial Stelzenfahrzeug eines italienischen Herstellers, das von uns eingesetzt wird, kann die Kabine auf eine Höhe von über 4 Metern angehoben werden, Dadurch ist ein Durchfahren der Maisbestände ohne nennenswerte Verluste möglich. Das Fahrzeug umfasst 3000 Liter Tankinhalt. GPS-Navigation und 21 Meter Spritzgestänge.

Unsere beiden Pflanzenschutzprofis, Josef Marchl und Karl-Heinz Klimaschewski, sind bis in den September hinein voll auf den Einsatz gegen den Maiswurzelbohrer abgestellt und für diese Arbeit intensiv geschult worden.

Hier noch einige technische Daten zur Spritze:
21 Meter Gestänge
172 PS Iveco Motor
3000 Liter Tankinhalt
Arag Spritzcomputer mit Arag-Skipper als GPS-Spurführung ergänzt.
Spurverstellung stufenlos aus der Kabine von 1,80 bis 3,0 Meter

Text und Fotos: LU Roland Kobler