September 2002: Karl Heinz Leicht

LU bieten technische Lösungen, um auch feuchte Flächen abernten zu können. ohne dabei tiefe Spuren zu hinterlassen.

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Keine Spuren hinterlassen LU bieten technische Lösungen, um auch feuchte Flächen abernten zu können ohne dabei tiefe Spuren zu hinterlassen


Die Leistungssteigerungen bei den Erntemaschinen ist erheblich. Nicht nur die hohen PS-Zahlen sind ein Indiz dafür. Weitaus bedeutender ist die Optimierung der Kraftausnutzung und die hervorragende Abstimmung der einzelnen Bauteile. Dieses bringt nicht nur die beschworene höhere Ernteleistung, sondern auch geringeren Energieverbrauch pro geernteter Einheit. Entsprechend haben sich die Maschinengrößen verändert. Erntemaschinen mit Fahrzeugbreiten, die sich hart am Limit der im öffentlichen Verkehr zugelassenen Breiten und Höhen bewegen sind nicht mehr nur Ausnahmen. Tonnenschwere Vollernter werden auf den sensiblen Ackerböden bewegt. Die Gefahr von Bodenverdichtung wird seit Beginn des Maschineneinsatzes in Fachkreisen diskutiert und ist nicht erst durch eine verbraucherorientierte Umweltpolitik in das Bewusstsein der Praktiker gerückt. So wichtig wie der Boden für den Landwirt ist, so wichtig ist er auch für den Lohnunternehmer als dessen Dienstleister. In diesem Jahr stand vielen das Wasser bis zum Hals. Da ist die Bodentragfähigkeit zum zentralen Thema geworden.

Wir haben uns auf den Weg gemacht und bei Karl Heinz Leicht umgesehen. Sein Lohnunternehmen arbeitet in einer Region mit ohnehin schwierigen anmoorigen Böden. Karl Heinz Leicht aus Stemwede-Weghdem hat sich bereits im vergangenen Jahr intensiv mit der Forderung nach reduzierten Gewichten bei der Getreideernte auseinander gesetzt. „Im Vordergrund unserer Überlegungen stand die Reduzierung des Bodendrucks. Die Vorteile zeigen sich aber eigentlich erst unter den diesjährigen grausigen Erntebedingungen. Wir reduzieren nicht nur den Druck und vermeiden Fahrspuren, sondern können auch auf Flächen das Getreide dreschen auf denen die Standardausführung schon mal die Hinterachse beim Rausziehen riskiert.“ Auf den empfindlichen Böden sind die Fahrspuren der Standardmodelle oft auch ein Nachteil, der beim Strohpressen erneut zum Tragen kommt. Wenn die Presse in die Fahrspuren rutscht und mit der Pickup aufsetzt, hilft oft auch kein Höherstellen mehr, sondern nur noch der zweite Schlepper.


Karl Heinz Leicht musste sich, nachdem er die wechselbaren Raupenlaufwerke an seinen vier Claas-Dreschern installiert hatte, Sprüche von Kollegen anhören. Er nimmt´s gelassen: „Klar war auch bei mir das Thema Bodendruck, über das auf vielen Vortragsveranstaltungen referiert wurde, der ursächliche Grund. Auf dem immer enger werdenden Drusch-Markt wollte ich mir mit spezialisiertem Know-How eine Nische erobern. So richtig ernst haben das die wenigsten genommen. Sicherlich dauert es immer bis unser kritisches Klientel sich mit einer neuen Technik anfreundet. Einige versierte Ackerbauern haben auch von vornherein das Raupenlaufwerk verlangt. Unter den jetzigen Erntebedingungen ist nicht nur der Bodendruck ein Argument, sondern auch die Möglichkeit überhaupt auf den Acker zu gelangen. Wenn der Kunde mit seinem Traktor den Tragfähigkeitstest gemacht hat und zweifelnd vorm reifen Korn steht, ist er schon beeindruckt, dass mit dem Raupenlaufwerk eine zügige Ernte möglich ist, ohne dass ein Schlachtfeld hinterlassen wird."


Ebenfalls positiv hat sich auch die Überladetechnik bei der Getreide-Ernte und im Maisdrusch bewährt.