September 2003: Wolfgang Kötter sichert Schlagkraft

Wolfgang Köttersichert Schlagkraft durch genaue Kalkulation beim Kauf und strategischem Mieten von Maschinen.

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Der Landtechnische Lohnbetrieb von Wolfgang Kötter hat seinen Sitz in einer neuen Maschinenhalle im Industriegebiet des friesländischen Hohenkirchen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich mit ungefähr 350 Kunden über einen Radius von etwa 30 km. Noch gehört Mähdrusch mit einem Claas Dominator 76 mit abnehmender Bedeutung noch ins Programm. Zum Serviceprogramm gehört ebenso Mais legen, hacken und häckseln, auf den schweren Marschböden hält sich der Maisanbau in Grenzen hält, lediglich 100 ha werden bestellt.
Zwischenzeitlich verdient Wolfgang Kötter sein Geld mit Grüppenfräsen, Bodenbearbeitung, Erdarbeiten, Gülle rühren und Gülle und Mist fahren. Der Schwerpunkt im Lohnunternehmen Kötter liegt bei der Grassilage. Vier Ladewagen (12 t) von Strautmann sind im Einsatz, zwei Häckselwagen von Bergmann mit 40 cbm und einen Claas Häcksler (Jaguar 860). Natürlich gehört ein neuer Großflächenschwader von Claas mit entsprechender Schlagkraft (12,5 m) zur Silage-Kette. Beim Pressen ist er sowohl im Stroh, im Heu als auch bei der Silage aktiv. Zwei Rundballenpressen, eine Welga RP 200 ohne Wickler und eine Claas Uniwrap mit integriertem Wickler schaffen bei ihm im Schnitt 8500 Ballen im Jahr.

Die Grassilageernte bildet den Umsatz-Schwerpunkt und erreicht auch die Kapazitätsgrenze der maschinellen Ausstattung.Trotz der insgesamt 13 eigenen Schlepper im Unternehmen, würde es Wolfgang Kötter ohne Mietschlepper im Gras an Schlagkraft fehlen. Auch wenn er sich Anfang des Jahres drei neue Schlepper von Valtra (160 PS) "gegönnt" hat, steht er voll hinter dem "Mietschlepper".

Jährlich mietet er 2 bis 3 Traktoren bei der Ah-Agrarmaschinenvermietung in Wardenburg. Diese Zugmaschinen selbst zu kaufen lohnt sich nach Meinung von Kötter nicht. "Früher waren wir mit dem ersten Grasschnitt noch 6 Wochen beschäftigt. Heute ist das in 10 Tagen erledigt. Die Vorteile liegen für Kötter auf der Hand: Mietschlepper sind in der Regel neuwertige Fahrzeuge, die einer regelmäßigen Wartung unterzogen werden.

Insgesamt entstehen geringere Kosten da keine Versicherungs- und Reparaturkosten getragen werden müssen. Mietkosten können sofort von der Steuer abgesetzt werden, beim Kauf kann nur mit 10% abgeschrieben werden. Für einen Kauf spricht nach Meinung von Kötter, wenn eine Maschine das ganze Jahr über gleichmäßig gut ausgelastet werden kann. LU Kötter hat sich ausgerechnet, dass sich die Mietgeschichte für ihn lohnt, wenn die Schlepper über 200 Arbeitsstunden im Monat leisten.


So wie die Sache jetzt läuft, komme er im Monat auf 230 bis 250 Stunden pro Schlepper, und das ergibt beim 150er Fendt einen akzeptablen Stundenpreis von etwa 13,5 Euro plus MwSt.