Michael Komnick: LU.WEB-Mitarbeiter-Tagebucheintrag Nr. 9
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HighlightTatsächlich, es gibt ihn noch, den Regen, und er fiel. Leichte Schauer, bis zum echten Landregen, immer gut dosiert mit 10 bis 25 mm. Nur 4 Wochen zu spät und jetzt in der Getreideernte nicht so günstig. Für Mais und Kartoffeln ist er noch rechtzeitig gekommen.Die ersten „Großkampftage" - Mann und Gerät alles im Feld: Getreidedrusch, Getreide abfahren oder Mahlen, Stroh und Heu pressen, Gras mähen und schwaden, Häckselkette im Einsatz - klar und so ein Tag ist sicherlich ein Sonntag. Montags wäre auch noch Güllefahren auf dem Plan.Und weil Sonntag ist, auch gleich eine kleine Reparatur am BiG M: Kugelkopf des Lenkzylinders gerissen, und die Lenkstange schlägt natürlich in die Reifendecke. Also auch der Reifen defekt.
AußenwirtschaftMit den drei Mähdreschern hier am Standort Stemwede voll im Einsatz. Beinahe reibungslos von der Gerste in den Raps und die Triticale. Inzwischen gehört, wie bei den meisten Mitbewerbern, zum Dreschen auch das Getreideabfahren oder das Vermahlen direkt am Feldrand. Je nach Bedarf arbeiten wir hier mit unseren zwei Willemsen-Mühlen und Überladewagen. Die auf den verschiedenen Standorten je nach Bedarf eingesetzt werden. Inzwischen lassen auch viehlose Betriebe das Stroh lieber fallen und anschließend pressen. Insbesondere, wenn die Witterung eine gute Strohqualität zulässt. Rund- oder Quaderballen, je nach Absatz oder Lagermöglichkeiten. Auch hier sind wir nicht mehr nur mit Pressen dabei, wir sammeln die Ballen und fahren die gegebenenfalls ab, bzw. zur Strohmiete oder Lagerhalle. Letztes Jahr haben wir einen gebrauchten Ballensammler von Schköland erstanden. Während der Wintermonate haben wir den rundumerneuert. Und das Ding läuft. Man muss zwar schon etwas aufpassen, konzentrierter fahren, aber dann kann man gleich drei Ballen zusammen ablegen. So versuchen wir die Ballen möglichst auf dem Vorgewende abzulegen. Zum Strohwenden kommt unser generalüberholter Heuma in den Einsatz. Mit den großen Zinkenrädern wird das Strohschwad schonend gewendet. Den dritten Grasschnitt haben wir begonnen. Mit Häckselkette und Walzen auf dem Silo. Oder als Heu gepresst. Die Erträge sind extrem Standort abhängig, wie wohl in keinem Jahr vorher. Das geht von nahezu Totalausfall bis solidem Ertragsdurchschnitt. Kaum ist das Stroh dann vom Acker kommt auch schon wieder Gülle auf das Stoppelland. Natürlich noch einen Einsatz im Pflanzenschutz in den Kartoffeln gegen Kraut- und Knollenfäule.
WerkstattUnser Heuma ist erst kurz vor dem Einsatz fertig geworden. Wir haben eine Dreipunktaufhängung installiert und Hydrauligzylinder zum Schwenken des Gerätes. So ist der Transport auf der Straße einfacher, weil der Heuma gerade hinter dem Schlepper läuft. Und da läuft er auch noch bei 50 km/h schön mit. Das hydraulische Hubwerk für das Schleppschlauchgestänge am 28 Kubik-Faß haben wir verstärkt. Auf Kundenbestellung haben wir noch eine unserer patentierten Ballenzangen rechtzeitig fertiggestellt. Die Reparatur des Kugelkopfes der Lenkachse am BiG M war an sich kein Problem nur der Zeitpunkt war eines - Sonntag! Zum Glück, und hier mal ein Lob an unsere Händler und Werkstätten: der Sonntags-Not-Dienst hat wirklich hervorragend geklappt. Von der Hauptstelle Kettenkamp konnte uns, wenn schon nicht mit demselben Modell, so aber mit passenden Reifen weitergeholfen werden. Und Krone - die haben einen absolut guten Ersatzteilservice. Die Teile sind sofort nach der Bestellung per Servicetaxi losgeschickt worden. Nach wenigen Stunden war die Maschine wieder einsetzbar. Die üblichen kleinen Wartungsarbeiten an den Erntemaschinen. Klar, auch das Messerschleifen. Das wird bei uns noch ganz klassisch gemacht. Zum einen haben wir nicht solche Mengen an Messern, die regelmäßig geschliffen werden müssen, zum anderen haben wir einen absoluten Profi an der Flex, einen echten „Scharfmacher".
FreizeitJa, unser Schützenfest: Wir hatte uns zum Anbeißen in die grüne Benz-Schüssel drapiert, die Kanone im Schlepp. Der V8 Motor unter der Haube schnurrte wie ein satter Kater. Okay, mit den zugelassenen 6 km/h ist nicht viel zu reißen - aber wir kommen langsam und dann gewaltig. Jetzt stehen noch einige runde Geburtstage und Hochzeiten an - und viel mehr Zeit ist ohnehin nicht.
TermineVorbereitungen für die Maisernte kündigen sich schon an. Hätte es jetzt keinen Regen gegeben, wären wir in diesem Jahr sicherlich noch früher gestartet.
Autor: Kai Hasse
Über das LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch:Ein Jahr lang schreiben 5 Mitarbeiter aus vier verschiedenen Lohnunternehmen monatlich abwechselnd einen Eintrag in ihrem LU.WEB Mitarbeiter-Tagebuch. Im LU.WEB wird wöchentlich ein neuer Beitrag veröffentlicht.