Ein Truck fürs Feld

Traktion, Leistung, Bodenschutz: Das sind die drei Essentials, wenn es um Lkw für den Agrareinsatz geht. Wir haben den Agro Mover auf Basis eines Iveco Trakker ausprobiert.
Dank seiner speziellen Bereifung ist der Agro Mover auch abseits befestigter Straßen gut unterwegs.

Was ist überhaupt ein Agro Mover? Hinter der Marke Agro Mover stehen Lkw, die von der Firma Paul Nutzfahrzeuge speziell für den landwirtschaftlichen Einsatz optimiert wurden. Daneben gibt es einige weitere Umrüster, die ebenfalls mit diesem Geschäftsmodell unterwegs sind. Kein Wunder, die Nachfrage nach solchen Spezialfahrzeugen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Hintergrund dieser Entwicklung sind die tendenziell länger werdenden Transportwege in der Agrarbranche.

Allerdings haben Lkw auch entscheidende Nachteile gegenüber Traktoren. Die haben in Sachen Traktion, Bodenschutz und bei den Möglichkeiten zur Aufnahme landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen die Nase ganz weit vorn. Ein weiteres Manko des Lkw: Selbst Baustellenfahrzeuge verfügen ab Werk nicht über eine so komplexe Hydraulikanlage, wie sie in der Landwirtschaft benötigt wird.

Genau hier setzt das Geschäftsmodell der Umrüster an. Das Fahrwerk des Iveco Trakker wurde im Zuge seines Umbaus zum Agro Mover an die Erfordernisse im landwirtschaftlichen Einsatz angepasst. Features wie eine K80 Kupplung und ein Kraftheber wurden in das Fahrzeug integriert. Eine spezielle Bereifung und eine leistungsfähige Load-Sensing-Hydraulik komplettieren die Umbaumaßnahmen.

Auf Testtour in Bayern: LOHNUNTERNEHMEN-Redakteur Stephan Keppler im Fahrerhaus des Agro Mover.

Bewährte Basis

Dass Paul Nutzfahrzeuge unter anderem die Trakker-Baureihe von Iveco als Basis für den Umbau gewählt wurde, ist natürlich kein Zufall. Der Trakker hat sich seit vielen Jahren auf Baustellen in aller Welt bewährt. Damit eignet sich der für den schweren Baustelleneinsatz entwickelte Lkw natürlich auch für den landwirtschaftlichen Einsatz. 

Wenn man sich den Agro Mover ansieht, fallen zuerst die Reifen ins Auge. Montiert sind Alliance-Reifen der Dimension 445/65 R 22,5 an der Vorderachse und 600/50 R 22,5 an der einzelbereiften Hinterachse.  Die großvolumige 396 MPT-Floatation-Bereifung leistet einen wichtigen Beitrag zum Bodenschutz.

Unter dem Trakker-Fahrerhaus ist ein Cursor 13-Dieselmotor mit 12,9 Litern Hubraum und einer Leistung von 450 PS verbaut. Damit steht für den landwirtschaftlichen Einsatz definitiv ausreichend Leistung zur Verfügung. Um die Leistung des Motors an die vier angetriebenen Räder zu bringen, ist ein automatisiertes 12-Gang-Getriebe aus dem Hause ZF nachgeschaltet. Die Getriebesteuerung besitzt eine spezielle Baustellenprogrammierung, die die Gänge weiter ausfährt.

Die 9,50 m lange Agrimaxx-Mulde bietet bis zu 56 m³ Volumen.

Vielseitiger Anhängebock

Zum Umrüstumfang gehört auch die Kürzung des heckseitigen Rahmenüberhangs. Das ist notwendig, um einen speziell für Ackerschlepper konstruierten Anhängebock montieren zu können, der zudem über eine Scharmüller-Kugelkopfkupplung K 80 verfügt. Das Zugmaul ist höhenverstellbar und damit für alle Arten landwirtschaftlich genutzer Anhänger geeignet. Da es sich bei dem von uns gefahrenen Agro Mover um die Variante „Transport“ handelt, dürfte es jedoch vor allem die Sattelkupplung sein, die genutzt wird.

Der Agro Mover verfügt über ein Load-Sensing-Hydrauliksystem mit vier proportionalen und doppelt wirkenden Steuergeräten. Ein System, mit dem sich sehr feinfühlig arbeiten lässt. 

Zum Schluss einige Worte zum Interieur: Hier bietet der Agro Mover trotz des kurzen Fahrerhauses der Trakker-Baureihe das Komfortniveau eines modernen Baustellen-Lkw. Es gibt reichlich Platz, absolut bequeme Sitze und eine gute Rundumsicht.#

Stephan Keppler, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN
Fotos: Keppler

Den komplette Test lesen Sie in der September-Ausgabe (9-2020) der Zeitschrift LOHNUNTERNEHMEN


 

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