Jakobs- und Wasser-Kreuzkraut bekämpfen
Das Wasser-Kreuzkraut ist eine Pflanze aus der großen Familie der Korbblütler, die bis vor wenigen Jahren stellenweise durch ihre strahlend-gelbe Blütenpracht im Spätsommer auf feuchten Wiesen und Weiden aufgefallen ist. Wie die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) meldete, tritt es seit einigen Jahren jedoch verstärkt in der südbayerischen Grünlandregion vom Allgäu bis in den Bayerischen Wald auf. Landwirte mit Wasser-Kreuzkraut auf ihren Grünlandflächen sind stark betroffen, da schon eine geringe Anzahl der Giftpflanzen eine Verwertung des Aufwuchses als Futter für Pferde und Rinder ausschließt. Die Giftstoffe verursachen unheilbare Gesundheitsschäden bis zu Todesfällen.
Eine Regulierung oder direkte Bekämpfung ist schwierig, sehr aufwändig und auf vielen Standorten aus Gründen des Natur- und Artenschutzes nur durch mühsames Ausstechen der einzelnen Pflanzen möglich. Leider hat die mechanische Beseitigung ihre Grenzen, denn Wasser-Kreuzkraut kann als Samen von Nachbarflächen erneut zufliegen oder sich als Keimpflanze aus dem Bodensamenvorrat neu entwickeln.
Nach allen bisherigen Erfahrungen sind aufwändige und langfristige Bemühungen notwendig. Betroffene Landwirte müssen mehrere unterschiedliche Maßnahmen richtig kombinieren, um nachhaltig wieder einen Wasserkreuzkraut-freien und gesunden Grünlandaufwuchs zu erreichen.
Das Trockenheit liebende Jakobs-Kreuzkraut ist mittlerweile in ganz Bayern, vornehmlich auf Extensiv-Standorten und wenig gepflegten Weiden, verbreitet. Auch Böschungen, Straßenränder und Ödland sind betroffen.
Auf der Webseite des LfL finden Sie weiterführende Informationen sowie eine ausführliche Pdf zur Bestimmung, Regulierung und Vermeidung. Die Berechtigung zum Download der 24-seitigen der LfL kann hier für 1 € erworben werden.