Jenseits von Grün

Fremdgehen ist in - immer mehr ursprünglich landwirtschaftliche Lohnunternehmen bieten Dienstleistungen außerhalb der grünen Stammkundschaft an.

Dienstleistungen außerhalb der Landwirtschaft werden für Lohnunternehmen immer wichtiger, da sind sich alle Branchenexperten einig. Verlässliche Schätzungen gehen davon aus, dass inzwischen mehr als ein Drittel aller Dienstleister auch außerhalb der Landwirtschaft tätig ist. Aber was muss man sich darunter vorstellen?

Wir wollten es genauer wissen und haben im Zuge eines LU Trend-Report 100 Lohnunternehmer detaillierter befragt, die nicht-landwirtschaftliche Arbeiten durchführen. Die Ergebnisse sind im Detail in der Märzausgabe zu lesen – aber einige Kernaussagen schon jetzt und hier:

  • Mehr als zwei Drittel der befragten Lohnunternehmen bieten eine oder mehrere nicht-landwirtschaftliche Dienstleistungen an.
  • Zu den Favoriten gehören dabei Baumfällungen und Gehölzpflege, Winterdienst und Erdbewegung, gefolgt von Grünflächenpflege, Transportarbeiten, Wege- und Tiefbau.
  • Auftraggeber sind zu mehr als 50 % Gewerbe- und Industriekunden, gefolgt von der „öffentlichen Hand“ (etwa 30 %) und Privatkunden.
  • Im Mittel der 100 Befragten erreichen die Betriebe gut 30 % ihres Umsatzes mit nicht-landwirtschaftlichen Dienstleistungen.
  • Gegenwärtig registrieren 78 der 100 Befragten in diesem Geschäftsfeld ein stabiles Niveau, 20 % verzeichnen Wachstum und nur 2 % Rückgang. Der Blick nach vorn ist aber optimistisch – in Zukunft rechnen 33 % mit Wachstum, 62 % mit konstantem Umsatz und 5 % mit einem Rückgang.
  • Im Durchschnitt der letzten drei Jahre haben die Lohnunternehmen pro Betrieb jährlich rund 75.000 € in neue Technik für das Geschäftsfeld nicht-landwirtschaftliche Dienstleistungen investiert.

Jens Noordhof, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN