Kommentar zu "Veredelung in Deutschland halten"

Welche Veränderungen sind zu erwarten und wer bezahlt das? Eine Meinung von Jens Noordhof, Chefredakteur der Zeitschrift LOHNUNTERNEHMEN.
Foto: Archiv

Haben Sie es schon bemerkt? Deutschland hat in den Wahlkampf-Modus umgeschaltet. Mehr oder weniger größenwahnsinnige Phantastereien geistern durch den Orbit, von denen niemand weiß, wie das alles bezahlt werden soll. Hauptsache: alles anders. Hauptsache Klimarettung. Nebeneffekt der Wahlkämpferei: Bei wichtigen Entscheidungen wird derzeit die „lange Bank“ hervorgekramt, entweder nach dem Motto „torpedieren wir mal die Pläne der anderen“, wie beim freiwilligen Tierwohllabel. Oder „unbedingt noch vor der Sommerpause durchdrücken“, wie das jüngste Klimapaket. Oder „bloß nichts mehr vor der Wahl entscheiden“, wie die nächsten Schritte aus dem Konzept der Borchert-Kommission. Also heißt es, mindestens bis Weihnachten zu warten. Denn bis die Ergebnisse der Bundestagswahl sortiert sind und klar ist, in welcher „spannenden“ Farbkombination wir dann regiert werden, ist mit tragbaren Beschlüssen nicht zu rechnen. 

„Egal, wer welche Visionen ausheckt - es muss bezahlt werden.“

Umso wichtiger erscheint mir jetzt der Hinweis: Egal, wer welche Visionen ausheckt - es muss bezahlt werden. Und zwar nicht von denen, die in der Nahrungsmittelproduktion ohnehin schon die größte Kapitallast pro Arbeitsplatz und das größte Risiko bei gleichzeitig miesester Rendite tragen, nämlich Landwirte und Lohnunternehmer. Sonst verstärkt sich, was jetzt schon erosiv passiert: Betriebsaufgaben in großem Stil und Abwanderung der Produktion ins Ausland. Diesbezüglich kann ich Sven Häuser nur aus vollem Herzen zustimmen: Das kann und darf nicht die Lösung sein. 

Jens Noordhof,
Redaktion LOHNUNTERNEHMEN

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