Online-Fachabende I und II

An den beiden Fachabenden konnte der BLU Ende Januar und Mitte Februar jeweils ca. 200 Teilnehmende begrüßen. Themen war u.a. alternative Antriebe.
(Foto: Lützen)

Dr. Hartmut Matthes, Geschäftsführer des BLU, führte durch die jeweils ca. zweistündigen Programme. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Präsidenten des BLU, Klaus Pentzlin, am ersten Fachabend, stellte Stefan Zwoll, DLG, seine Einschätzung zur Veränderung der Agrarpolitik im Rahmen des Regierungswechsels in Berlin vor. Er hat sein Büro in Berlin und sieht sich selbst als Übersetzer der landwirtschaftlichen Interessen zur Politik. Die Wahl im September 21 sei aus seiner Sicht Epochal gewesen, da im Parlament nun die gesellschaftliche Realität angekommen sei, die andere Ziele verfolge als die vorherige Generation der Politik. Wichtig sei es, dass die Landwirtschaft und deren Verbände sich aktiv an dem Veränderungsprozess beteilige und nicht nur hinnehme, was die Politik bestimme.
Im Anschluss stellte Dr. Markus Demmel, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Bestellverfahren im Klimawandel vor. Sein Fazit: Die wendenden Bestellsysteme hätten gute phytosanitäre Wirkungen und ermöglichten zumeist eine einfache Nacharbeit. Nicht wendende Verfahren hingegen hätten Vorteile im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels (Erosionsschutz und Bodenwasser).

Fachabend II

Der Fachabend II am 10.02. widmete sich dem Thema „Alternative Antriebe in Landmaschinen“. Im ersten Teil der Veranstaltung stellte Dr. Edgar Remmele vom Technologie- und Förderzentrum Straubing die unterschiedlichen Eigenschaften von Energieträgern für Landmaschinen vor und wies auf deren Umsetzbarkeit auf europäischer und nationaler Ebene hin. Seiner Meinung nach müsse jetzt eine Strategie zur Umstellung auf regenerative Energieträger erfolgen unter der Berücksichtigung der Bestandsmaschinen und dies im europäischen Kontext. Außerdem sollte systemisch gedacht werden. So biete die heimische Eiweißmittelproduktion mit regionaler Biokraftstoffproduktion (z.B. Raps und Sonnenblumen) viele Chancen. Den Landtechnikherstellern gab er die Aufgabe auf den Weg, sich in der Entwicklung und dem Angebot alternative Antriebssysteme weiter zu engagieren.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten Vertreter der Hersteller New Holland, JCB und John Deere ihre technischen Ansätze in der Entwicklung alternativer Antriebe vor, die je nach Einsatzzweck von Batterieelektrik, über Methan, Wasserstoff hin zu Pflanzenöl reichen. LU Andreas Hollenbeck rundete die Diskussion aus der Sicht der Praxis ab. In seinem Betrieb liefen bereits anteilig Maschinen mit elektrischen Antrieben wie z.B. handgeführte Sägen und Freischneider sowie ein elektrischer Gabelstapler. Die Technik funktioniere gut, passe aber noch nicht zu 100 % für Einsatzszenarien, die eine dauerhafte Leistungsabgabe erfordern.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den Bericht „Alternative Antriebskonzepte – Einer für alles auch in Zukunft?“, der in der LOHNUNTERNEHMEN Ausgabe 03-2022 erscheint:
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