Corona: LU Dettmer ist gut vorbereitet

Den Betrieb am Laufen halten – das ist die Devise der Stunde bei der Dettmer Agrarservice GmbH - mit ca. 120 Mitarbeitern an vier Standorten.

Bisher ist bei LU Dettmer mit Standorten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen keiner der Mitarbeiter erkrankt. Allein am Hauptsitz in Kettenkamp arbeiten 60 Beschäftigte. „Aber es gibt Mitarbeiter, die mit Personen in Kontakt standen, die aktuell in Quarantäne sind. Diese Kollegen werden besonders abgeschirmt. Das heißt, der eine Mitarbeiter ist in einem Einzelbüro untergebracht, der andere ist als Fahrer dazu angehalten, sein Fahrzeug während der Arbeitszeit nicht mehr zu verlassen - selbst beim Tanken. Das erledigen die Kollegen. Beide Mitarbeiter müssen es entsprechend dokumentieren, falls sie direkten Kontakt mit anderen Personen haben sollten“, erklärt Gerd Dettmer.

Schrittweise abgesichert

Das Lohnunternehmen Dettmer hat die Absicherung gegen die Einschleppung des Virus schrittweise in Anlehnung an die Empfehlungen der Politik eingeführt. „Unsere erste Aktion war, dass wir die Tore zu unserem Betriebsgelände geschlossen haben. Es kommen nur noch Leute auf das Gelände, denen wir den Zutritt erlauben. Paketdienste und Lieferanten legen die Ware nun vor dem Tor ab. Wenn eine Unterschrift benötigt wird, dann nutzen unsere Mitarbeiter nur noch eigene Kugelschreiber“, erklärt der Lohnunternehmer. Mittlerweile hat jeder Mitarbeiter Desinfektionsmaterial bekommen. Im Betrieb wurden die Arbeitsbereiche komplett getrennt. Die Werkstattmitarbeiter nutzen nun eigene Aufenthaltsräume für Pausen und haben eigene Dixi-Toiletten bekommen. „Die Abstände der Sitzplätze an den Tischen haben wir auf 2 m erhöht. Gleiche Maßnahmen bestehen für unsere Reifenleute und die Fahrer. Wir wollen eine Durchmischung der Bereiche verhindern. Das gilt auch für das Büro: Buchhaltung, Dispo und Führung sind getrennt. Wir haben Übergabebereiche für Papiere oder andere Dokumente eingeführt. Es läuft niemand mehr von einem in das andere Büro“, fügt Gerd Dettmer hinzu.

Abschirmung der Fahrer

An den Fenstern der Maschinen, Traktoren und Lkw sind von innen DIN-A4 Formulare mit der Telefonnummer des jeweiligen Fahrers angebracht. „Wenn ein Kunde oder auch jemand anders mit unserem Personal sprechen möchte, kann er diese Nummer anrufen“, beschreibt Gerd Dettmer die Maßnahmen: „Gerade die jüngeren Mitarbeiter haben diese Aktionen anfangs nicht richtig ernst genommen, weil sie meinten eine Ansteckung sei für sie unproblematisch. Da mussten wir zum Teil noch einmal deutlich machen, was die Einschleppung von Corona in den Betrieb für uns alle bedeuten würde.“

Alle Mitarbeiter, die auf den Maschinen draußen im Einsatz sind, verfügen über ein Formular, das bestätigt, dass sie für die Ernährungsbranche arbeiten. „Wir sind damit zwar noch etwas verfrüht dran. Falls aber nun doch eine Ausgangssperre kommen sollte, haben wir diesen Punkt schon abgehakt.“ Über die aktuelle Lage und Themen rund um den Selbstschutz werden die Mitarbeiter von LU Dettmer in einer Whatsapp-Newsletter-Gruppe informiert. Somit ist jeder zu jeder Zeit auf dem aktuellen Stand.

Geschäft läuft

Im Moment läuft das Geschäft ohne größere Einschränkungen oder Einbußen. „Wir werden aber nach und nach von unseren Lieferanten informiert, dass diese ihre Arbeit einstellen. Das betrifft zumeist die Produktion. Der Ersatzteilservice hingegen läuft derzeit weiter. Wir gehen davon aus, dass die Ersatzteilversorgung über die Hersteller und deren Händler gesichert ist und werden nun keine Hamster- oder Panikkäufe tätigen. Das ist aus unserer Sicht nicht zielführend.“
Abschließend sagt Gerd Dettmer: „Wir gehen mit Umsicht in diese Krise und versuchen unsere Mitarbeiter und das Unternehmen mit den bestmöglichen Maßnahmen zu schützen. Im Moment bemerken wir, dass die Anzahl der Bewerber – sprich Aushilfen, Lkw-Fahrer und Techniker – etwas ansteigt. Das kann für uns eine Chance sein, falls feste Mitarbeiter aus unserem Team ausfallen sollten.“

Björn Anders Lützen,
Redaktion LOHNUNTERNEMEN

Fotos: Schmatzler/Dettmer

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