Agritechnica-Medaillen: 1 x Gold, 39 x Silber

Das ist das Ergebnis der DLG-Neuheitenkommission. Insgesamt hat sie 291 Neuheiten unter die Lupe genommen. Hier die LU-relevanten Innovationen.

John Deere: Gold fürs eAutoPower-Getriebe
John Deere stellt mit dem eAutoPower-Getriebe in den neuen 8R-Großtraktoren erstmals ein elektrisch-mechanisch leistungsverzweigtes Getriebe für die Landtechnik vor. Dafür gibt es von der DLG-Neuheitenkommission eine Goldmedaille.
Stufenlosgetriebe landwirtschaftlicher Traktoren arbeiteten bislang mit hydrostatisch-mechanischer Leistungsverzweigung. Für elektrische Antriebe mit höherem Leistungsbedarf, zum Beispiel für den Lüfter oder Druckluftkompressor auf dem Traktor oder Anbaugerät, wurden bislang zusätzliche Generatoren verbaut. Das neue eAutoPower-Getriebe verzichtet komplett auf die Hydroeinheit (Pumpe/Motor) und arbeitet stattdessen mit zwei E-Maschinen als stufenloses Stellglied. Sie versorgen nicht nur den Fahrantrieb, sondern stellen zusätzlich bis zu 100 kW elektrische Leistung für externe Verbraucher bereit.
Zusammen mit der Firma Joskin präsentiert John Deere eine gemeinsam entwickelte Systemlösung für die Gülleausbringung, bei der zwei Achsen eines Tridem-Güllefasses elektrisch angetrieben werden. Im praktischen Einsatz sollen sich daraus laut Joskin höhere Traktion, geringerer Schlupf und bessere Spurführung in Seitenhängen ergeben. Traktorseitig rechnet John Deere mit verbesserten Getriebewirkungsgraden und geringeren Unterhaltskosten. Zusätzlich sollen bei Abnahme von elektrischer Leistung für externe E-Komponenten die bei leistungsverzweigten Getriebestrukturen in bestimmten Betriebspunkten auftretenden Blindleistungsflüsse „angezapft“ werden können.
John Deere: Halle 13, Stand C40; Joskin: Halle 4, Stand C12

Fendt: Lenken ohne Lenkrad
AGCO will zukünftig beim Mähdrusch auf Lenksäule und Lenkrad verzichten. Mit dem neuen Lenksystem Fendt IDEALDrive sollen die Maschinen nur noch über den Joystick der linken Armlehne bedient werden. Dabei ist die Intensität der Lenkbefehle umgekehrt proportional zur Fahrgeschwindigkeit. Das soll die Sicherheit bei Straßenfahrten bis 40 km/h erhöhen. Ohne Lenkrad und Lenksäule verbessern sich laut Anbieter die Sicht auf den Einzug des Erntegutes direkt vor dem Schrägförderer und die Übersicht bei Straßenfahrt. Gutflussprobleme und Gefahren im Straßenverkehr sollen mit dem neuen Lenksystem früher und besser erkannt werden.
Halle 20, Stand B14

Alliance: Mit dem Lkw aufs Feld
Die meisten Agrar-Trucks sind mit ihrer Antriebs- und Fahrwerktechnik zwar für den Offroad-Bereich ausgelegt, für ihre Hinterachsen gab es aber bisher keine Bereifung, bei der man im Feld den Luftdruck absenken und gleichzeitig auf der Straße bei erhöhtem Luftdruck schneller als 65 km/h fahren konnte. Mit dem neuen Reifen 398 MPT High Speed Flotation Truck Tire will Alliance dieses Problem jetzt lösen. Er soll die schnelle Fahrt auf Autobahnen und Schnellstraßen mit guter Traktion und reduzierter Bodenbelastung auf dem Feld vereinen. Seine Konstruktion mit Stahlgürteln und Stahlkarkasse sorgt laut Hersteller für eine geringe Erwärmung bei hoher Fahrgeschwindigkeit, Fahrsicherheit und ermöglicht eine flexible Geländeanpassung bei reduziertem Reifeninnendruck.
Halle 04, Stand C28

Amazone

Amazone: Fliegender Wechsel im Pflanzenschutz
Bei der Unkrautbekämpfung in Reihenkulturen werden oft Mechanik und Bandspritzung kombiniert, um auch in Längsrichtung die Unkräuter zwischen den Pflanzen zu erwischen. Allerdings sind die optimalen Einsatzbedingungen unterschiedlich. Die Hacke mag den Boden trocken und das Pflanzenschutzmittel eher feucht. Das neue System AmaSelect Row von Amazone soll es nun ermöglichen, mit „Standard“-Feldspritzen ohne Umbaumaßnahmen in verschiedenen Reihenkulturen jederzeit von der Flächen- auf Bandapplikation umzuschalten. Herzstück ist der neue 4-fach-Düsenkörper AmaSelect mit 50-cm-Teilbreitenschaltung und Düsenpositionen im 25-cm- und 50-cm-Abstand mit flexibler Schaltung jeder Düse. Die Düsenkonfiguration wird individuell programmiert, die Applikationsmenge für Flächen- und Bandapplikation im Bedienterminal hinterlegt und dann kann per Tastendruck beliebig zwischen beiden Verfahren gewechselt werden. Grundvoraussetzung ist die exakte Anlage der Kultur mittels RTK und eine genaue Spurführung. Des Weiteren wird eine optimale Gestängelage vorausgesetzt.
Halle 09, Stand H19

Claas: Tangential-Dreschwerk weiterentwickelt
Claas hat das Tangential-Dresch- und Abscheidesystem seiner Schüttler-Mähdrescher weiterentwickelt und stellt zur Agritechnica das System APS Synflow Walker vor. Es soll Druschleistung, Bedienkomfort und Arbeitsqualität erhöhen. Beim APS Synflow Walker folgt der Beschleunigertrommel eine auf einen Durchmesser von 75,5 cm vergrößerte Dreschtrommel. Anstelle der Wendetrommel trennt eine Abscheidetrommel mit 60 cm Durchmesser Restkorn vom Stroh und danach folgt die Wendetrommel. Trotz reduziertem Dreschkorbumschlingungswinkel erhöht sich so laut Claas die Dreschweglänge im Vergleich zum Vorgängermodell. Das Erntegut soll so gradliniger, kraftsparender und strohschonender fließen. Die Dresch- und Abscheidekorbteile lassen sich jetzt seitlich einfach und zeitsparend herausziehen.
Halle 13, Stand C02

Geringhoff: Maispflücker mit integriertem Stoppelzerkleinerer
Eine der wichtigsten Bekämpfungsstrategien gegen den Maiszünsler ist eine gründliche Zerkleinerung der Maisstoppeln. Das funktioniert am besten, wenn sie noch aufgerichtet sind. Die Stoppelbearbeitung sollte also möglichst unmittelbar nach der Ernte erfolgen, noch bevor die Stoppel niedergefahren wird; In der Körnermaisernte also möglichst direkt am Maispflücker. Hierfür hat die Fa. Geringhoff auf der Basis des Rota Disk-Verfahrens mit zwei Pflück- und einer Schneidwalze einen Maispflücker mit integriertem Stoppelzerkleinerer entwickelt. Dazu wurden am Rotor des Hinterpflückerhäckslers unterhalb der Pflückaggregate Winkelmesser verbaut. Ziel ist es, die Rotoren möglichst nah an der Bodenoberfläche zu führen. Dazu hat der Rahmen des Maispflückers Horizon Star III Razor in der Mitte ein Drehgelenk bekommen. Der mittlere Bereich mit dem Schrägförderer des Mähdreschers sowie die beiden Seitenbereiche werden sensorisch tiefengeführt.
Halle 13, Stand A39

GreenTec: Mehr Flexibilität mit dem Auslegermäher
Bisher war beim Betrieb von Auslegemähern ein spontaner Wechsel zwischen Parallelbetrieb und der Bearbeitung von unregelmäßig auftauchenden Objekten nicht möglich. Dafür mussten Auslegerarme gewechselt oder die Steuerung des Auslegerarmes geändert werden. Der neue Auslegemäher der Baureihe Scorpion soll das dank eines neuartigen Hybrid-Arm-System jetzt beides können. Laut Hersteller GreenTec kann einfach zwischen beiden Betriebsarten umgeschaltet werden. Beim Betrieb in Parallelführung soll der Anwender mit geringem manuellem Aufwand eine konstante Tiefe beim Heckenschnitt einhalten und gleichzeitig den Mähkopf entlang von Objekten führen können. Dies soll Arbeitssicherheit und Produktivität beim Mäheinsatz verbessern.
Halle 26, Stand F12

Agrarsysteme Hornung: Automatische Ladungssicherung
Der neue Allround-Vergurtungswagen von Agrarsysteme Hornung soll die vorschriftsmäßige Ladungssicherung mit Gurten automatisieren. Dazu werden Automatikspanngurte beliebig am Anhänger platziert. Schwingen an der Vorder- und Rückwand legen sie über die Ladung. Danach werden die Gurte automatisch gespannt. Das Ganze dauert laut Anbieter weniger als 60 s und soll auch bei Teilbeladung und nicht präzise positionierten Ballen funktionieren. Ladungssicherungsregeln werden so automatisch eingehalten und die Gefahr für den Anwender und andere Verkehrsteilnehmer sinkt.
Halle 04, Stand A54

Lemken: TIM für ältere Geräte und Traktoren
TIM (Tractor Implement Management) kommt vereinzelt schon in der Praxis zum Einsatz. Es setzt Isobus-fähige Traktoren und Anbaugeräte voraus. Sind diese aber älter, erfassen sie oftmals zwar die notwendigen Sensordaten, können aber hard- und softwareseitig nicht gesteuert werden. Hier will Lemken mit iQblue connect Abhilfe schaffen. Es handelt sich um ein herstellerübergreifendes, nachrüstbares und portables Modul, das Gerätefunktionen auf Isobus-Basis automatisieren soll. Laut Lemken lassen sich so TIM-Funktionen nach dem neuesten AEF-Standard einfach und kostengünstig realisieren. Das Modul verfügt über einen GPS-Empfänger, eine Mobilfunkverbindung sowie eine Schnittstelle zur Datenaustauschplattform agrirouter. Zudem ist eine mobile Datenanbindung integriert, um Geräte in die digitale Dokumentation einzubinden. Über eine einheitliche Schnittstelle soll iQblue connect einfach und werkzeuglos für verschiedene Anbaugeräte nutzbar sein. Erweitert um gerätespezifische Installationskits, können mit iQblue connect Funktionen von verschiedenen, auch rein mechanischen Arbeitsgeräten automatisiert werden. Zudem soll es laut Anbieter auf vorhandenen Anbaugeräten unter Verwendung der bestehenden Aktorik nachrüstbar sein.
Halle 11, Stand A42

Krone: Klappbarer Mähholm für die Straßenfahrt
Die Straßenverkehrszulassungsordnung beschränkt die zulässige Transportbreite von angebauten Arbeitsgeräten auf 3,00 m. Dank eines speziellen klappbaren Mähholms bleibt das neue Krone-Scheibenmähwerk EasyCut F 400 CV Fold mit Aufbereiter und einer Arbeitsbreite von 4,00 m bei einer Transportbreite von unter 3,00 m. Dazu werden die jeweils beiden äußeren Mähscheiben hydraulisch von der Traktorkabine aus nach hinten eingeschwenkt. Im Feldeinsatz hingegen bietet das neue 4,00 m Scheibenmähwerk laut Krone alle Vorteile der größeren Arbeitsbreite beim Einsatz von Front-/Heck- und Schmetterlings Mähwerkskombinationen in Hanglagen und in Kurvenfahrt. So soll der große Überschnitt das Mähen und Überfahren von „Bärten“ verhindern.
Halle 27, Stand F24

CNH, Walterscheid: Neues Antriebskonzept für HD-Großballenpressen
CNH hat zusammen mit Walterscheid ein neues Antriebskonzept für HD-Großballenpressen entwickelt, bei dem das Getriebe in Abhängigkeit vom Drehmoment des antreibenden Schleppers mit einer „Power Shift Funktion“ in die gewünschten Schwungraddrehzahlen hochschaltet. So kann eine höhere Pressenleistung bei geringerer Masse und Dimension des Schwungrades realisiert werden. Technisch wird die Schaltfunktion des Getriebes über innengekühlte Lamellen-Kupplungen umgesetzt. Eine ebenfalls ins Getriebe integrierte innengekühlte Lamellen-Bremse stoppt bzw. bremst den Presskolben in optimaler Startposition und hat die weitere Funktion einer Notbremse, die den Kolben innerhalb von 8 s zum Stillstand bringt. Das neue Antriebskonzept für Großballenpressen erleichtert laut Hersteller das Anlaufen der hohen Schwungmasse und schont so Traktor und Zapfwellenkupplung. Zudem sorgt die ins Getriebe integrierte Bremse für Sicherheit beim Bremsen unter reduziert die Brandgefahr.
Halle 03, Stand A49c

 

New Holland: CX Threshing
New Holland stellt zur Agritechnica Neuerungen an der CX-Dresch- und Abscheidetechnik vor. Sie sollen die Druschleistung und Arbeitsqualität der Schüttler-Mähdrescher verbessern. Dazu wurden die über die Breite durchgehenden Schlagleisten erstmals segmentiert und gegeneinander versetzt. Diese Konfiguration bewirkt laut Hersteller einen kontinuierlicheren Dreschvorgang mit reduziertem Schlag- und erhöhtem Reibeffekt und soll in eine höhere Kornabscheidung am Dreschkorb resultieren. Zudem soll die Dreschtrommel das Druschgut vom Schrägförderer gleichmäßiger und weniger geräuschintensiv annehmen. Die schwerere Dreschtrommel erhöht nach Angaben des Herstellers das Massenträgheitsmoment. Dadurch soll es seltener zu Lastspitzen kommen. Zudem hat New Holland die Edelstahl-Leitschienen der Strohleittrommel erstmalig mit PU beschichtet. Dieser weichere Werkstoff soll für einen elastischeren Stoß gegen die Restkörner sorgen und so den Körnerbruch reduzieren.
Halle 03, Stand A49c

Precision Planting: SmartDepth für Einzelkornsämaschinen
Aus den USA, vom Unternehmen Precision Planting, kommt die Neuentwicklung SmartDepth für Einzelkornsämaschinen. Sie soll die Aussaattiefe automatisch und präzise in Abhängigkeit von der Bodenfeuchte steuern und so eine gleichmäßige Keimung sichern und Saatgut einsparen. Dazu definiert der Anwender einen Bereich der minimalen und maximalen Ablagetiefe und legt einen minimalen Bodenfeuchtewert fest. Während der Aussaat erfasst ein Sensor die Bodenfeuchte in der jeweiligen Bodenschicht in Echtzeit. Gleichzeitig vergrößert ein elektrischer Aktor bei Bedarf automatisch die Ablagetiefe, um eine für das Saatgut ausreichende Keimfeuchte sicherzustellen.
Halle 20, Stand B14j

Bosch: Seitenblick zur Automobilindustrie
Robert Bosch hat gemeinsam mit Topcon, Rauch, ZG Raiffeisen, BASF, Lemken, Pessl Instruments, Amazone und Syngenta an einer offenen Plattform gearbeitet und sich dabei der Automobiltechnologie bedient. Sie soll – ähnlich einem Betriebssystem – der Entwicklung von Programmen beziehungsweise Anwendungen für neue oder bestehende Landmaschinen dienen soll. Die Nevonex-Plattform soll dabei helfen, nicht nur Daten, sondern vor allem Logik und Wissen direkt in Maschinen zu integrieren. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen lassen sich über Nevonex App-ähnliche Programme direkt auf der Maschine ausführen. Es sei lediglich ein geeignetes Steuergerät und eine Registrierung auf der Plattform notwendig. Auf Isobus oder auch über proprietäre Signale könne dank eines integrierten herstellerübergreifenden Schnittstellenmanagements problemlos zugegriffen werden. Die neuartige Plattform basiert nach Angaben der beteiligten Unternehmen auf Technologie aus der Automobilindustrie mit End-zu-End-Verschlüsselung. Sie soll zuverlässig und gegen Angriffe geschützt sein.
Pavillon 11, Stand C10

Väderstad: Automatisch Fahrgassen ohne Saatreihenabschaltung
Väderstad präsentiert zur Agritechnica eine Neuerung in der Einzelkornsaat von Reihenkulturen. Das WideLining-System soll eine Fahrgassenschaltung ermöglichen, ohne dass einzelne Saatreihen abgeschaltet werden. Beim WideLining-System werden Saatreihen automatisch so verschoben, dass passende Fahrgassen entstehen - beispielsweise 105 cm für eine bodenschonende Bereifung bei der organischen Gülledüngung statt der üblichen 150 cm Spurbreite, wie sie bei 75 cm Saatreihenabstand durch das Ausschalten eines Aggregats entsteht. Dazu werden die mittleren drei Saatreihen hinter dem Traktor von 75 cm auf 60 cm hydraulisch verschoben. So entsteht eine Fahrgasse, ohne dass die benachbarten Reihen mehr Saatgut applizieren. Ungleiche Standraumverhältnisse in Längs- und Querrichtung werden vermieden. Das System funktioniert laut Hersteller bei Fahrgeschwindigkeiten von 12 km/h und mehr.
Halle 12, Stand B25

Agxtend: Neues beim Isobus
Mit Isomax will die CNH-Marke Agxtend die Isobus-Entwicklung weiter vorantreiben. Das neue System, vom Stecker bis zur ECU, ist AEF-zertifiziert. Es arbeitet markenunabhängig und soll neue Kombinationen aus Isobus-Plattformen und daran angeschlossenen Sensorsystemen eröffnen. Isomax lässt sich laut Anbieter über jedes Isobus-Terminal bedienen. So sollen sich auch ältere Geräte einfach nachrüsten und an den Isobus des Traktors anschließen lassen. Die Geräte werden automatisch erkannt und das System stellt die Isobus-Funktion „TC-Geo“ bereit. Somit entfällt die manuelle Bildschirmeingabe und es sind Precision-Farming-Anwendungen möglich; beispielsweise werden Abmessungen des Anbaugerätes für das Traktorlenksystem bereitgestellt. Ein eingebauter MEMS-Sensor dokumentiert zuverlässig Arbeits- und Fahrzeiten und führt ein Logbuch über tatsächlich geleistete Arbeitsstunden. Ebenso sind Vernetzungen, z.B. mit dem „Fliegl Counter“, möglich. Dank des quelloffenen Isobus-Dev-Kits sollen sich zudem Isobus-konforme Individuallösungen kostengünstig kreieren lassen.
Isomax ist eine Gemeinschaftsentwicklung von CNH, OSB AG, Fliegl Agrartechnik GmbH und Competence Center Isobus e.V.
Pavillon 11 Stand C01

 

Rauch: Noch mehr Präzision in der Düngung
Rauch präsentiert ein neues Dosiersystem für seine Pneumatikstreuer. Dank einem Plus an Präzision soll es Dünger einsparen, den Pflanzenbestand bedarfsgerecht versorgen und den Nährstoffeintrag in Gewässer und das Grundwasser verringern. Der Clou des neuen MultiRate-Dosiersystems ist der elektrische Antrieb mit einer Spannung von 48 V. So werden die Dosierorgane jeder einzelnen Düngerauslassöffnung unabhängig voneinander, stufenlos regelbar, elektrisch angetrieben. Dies ermöglicht laut Rauch sehr kurze Verstellzeiten und somit eine schnelle Variation der Düngermenge auch in Fahrtrichtung. Quer zur Fahrtrichtung kann die Düngergabe in 1,2 m breiten Streifen variiert werden. Das führt laut Hersteller zu einer deutlich höheren räumlichen Auflösung als bisher. So kann die Düngung nach einer Applikationskarte genauer umgesetzt werden, beim Streuen von Keilen und in Kurven verringern sich Über- und Unterdosierungen und auch das Grenzstreuen lässt sich in Verbindung mit einem Grenzstreuleitblech optimieren, so das Unternehmen.
Halle 09, Stand D20

Ropa: Kartoffelquetsche gegen Durchwuchskartoffeln
Immer häufiger fallen Frostphasen im Winter aus. Damit fehlt das natürliche Regulativ gegen Durchwuchskartoffeln. Dem will Ropa jetzt mechanisch mit einer am Roder integrierten Kartoffelquetsche begegnen. Sie soll ausgesonderte Knollen vor dem Verlassen des Roders so stark schädigen, dass sie nicht wieder austreiben können. Das Zerquetschen übernehmen zwei hydraulisch angetriebene, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit umlaufende Reifen. Bei größeren Kartoffeln zerkleinern vorher drei zusätzlich auf einem Reifen verbaute Winkelmesser die Knollen in grobe Stücke. So soll der Quetschspalt auch bei unterschiedlichen Kartoffelgrößen möglichst eng bleiben. Die Umlaufgeschwindigkeit der beiden Reifen kann separat eingestellt werden. Laut Ropa lässt sich die Kartoffelquetsche aufgrund der modularen Bauweise der Erntemaschinen auch nachrüsten.
Halle 25, Stand H07

Rostselmash: Sinneserweiterung für die Nachtarbeit
Trotz moderner und leistungsfähiger Arbeitsscheinwerfer ist die Sicht des Fahrers bei Nachtarbeit begrenzt. Mit dem neuen RSM Night Vision System soll der Fahrer jetzt Hindernisse oder Personen in seiner Umgebung „sehen“ können, obwohl das menschliche Auge dazu nicht in der Lage wäre. Dazu nutzt der russische Anbieter Rostselmash Silizium-basierte Kameratechnologie ähnlich der aus dem Automobilbereich. Zusätzlich zum sichtbaren Spektrum nutzt das neue System ein Teil des nahinfraroten Spektrums aus. Im Vergleich zu Thermokameras muss die Technik nicht außen an der Maschine angebracht werden, wo sie verschmutzen könnte. Die Kameras befinden sich in der Kabine. Das Bild der nach vorne blickenden Hauptkamera wird auf die Frontscheibe projiziert, die Bilder der seitlich blickenden Kameras auf einen Monitor. Laut Rostselmash ermöglicht RSM Night Vision bei Standardbeleuchtungen der Traktoren nachts Sichtweiten von 250 m bis zu 1.500 m, höhere Arbeitsgeschwindigkeiten und erkennt gleichzeitig Personen und Hindernisse besser.
Halle 09, Stand A31b

Samson: NPK-Sensor für die Gülleausbringung
Samson stellt zur Agritechnica ein neues System vor, mit dem sich düngungsrelevante Inhaltsstoffe flüssiger organischer Düngemittel ohne matrixabhängige Kalibrationsanforderung exakt analysieren lassen sollen. So werden die Gehalte von Stickstoff, Phosphor und Kali in Gülle mittels eines NMR-Sensors (Nuclear Magnetic Resonance, Kernspinresonanz) bestimmt. Erste Vergleiche der NMR-Technologie mit Laborwerten sollen gute Übereinstimmungen zeigen.
Halle 23, Stand A35

Rauch: Hill Control-Regelsystem für Zweischeibenstreuer
Beim Scheibenstreuer kann bisher kein System die veränderte Wurfweite und das verzerrte Streubild am Hang wirklich ausgleichen. Dem will das Unternehmen Rauch jetzt mit dem neuen Regelsystem „HillControl“ für Zweischeibenstreuer begegnen. Es handelt sich um eine Software, die in Verbindung mit einem Neigungs- und Gierratensensor durch Veränderung von Aufgabepunkt, Scheibendrehzahl und Dosiermenge die Verteilgenauigkeit beim Düngerstreuen speziell in hügeligem Gelände verbessern soll. „HillControl“ korrigiert die Verzerrung des Streubildes indem der Aufgabepunkt und damit Wurfweite und -richtung des Düngerkorns während des Streuens angepasst gesteuert werden. Laut Rauch verringert die neue Technik zudem Über- und Unterdosierungen beim Überfahren von Kuppen und beim Durchfahren von Senken.
Halle 09, Stand D20

Pfanzelt: Personen-Schutzschirm für Forstraupe
Pfanzelt hat einen neuen Personen-Schutzschirm für die Forstraupe Moritz entwickelt. Er soll die Arbeitssicherheit bei Baumfällarbeiten verbessern und eine kostengünstige Alternative zum Forwarder mit „Dach“ am Kranarmdarstellen. Der Personen-Schutzschirm wird vor dem Baum stehend hydraulisch ausgeklappt und schließt sich in etwa 2 m Höhe um den Baum. Er soll den Arbeiter vor allem in der Vorbereitungsphase vor herabfallenden Ästen und Kronenteilen schützen. Für die eigentliche Fällung wird der Schirm einseitig wieder geöffnet. Die Hydraulik der Raupe könne bei der Fällung unterstützen, so das Unternehmen.
Halle 26, Stand C22

New Holland: Schwingungsarm Pressen
Aufgrund der hohen Massen- und Presskräfte entstehen beim Einsatz von Großpackenpressen Schwingungen, die in Nickbewegungen des Traktors münden und den Fahrer belasten. Um diese Schwingungsbelastung zu reduzieren bzw. ein Aufschaukeln der Traktor-Geräte-Kombination zu vermeiden, kann man bei der Traktorbaureihe New Holland T7 jetzt einen Pressenmodus wählen. Im Pressenmodus wird die Abstimmung der Vorderachsfederung modifiziert und die Steigung der Abregelkurve im Motorenkennfeld erhöht. Hierzu ist laut Anbieter keine zusätzliche Hardware erforderlich. Das Baler Control System funktioniert passiv und soll auch mit Pressen anderer Hersteller kompatibel sein.
Halle 03 Stand A49c

Krone: Automatische Garnentfernung für die Pelletpresse
Beim stationären Einsatz der Pelletpresse Premos von Krone lässt sich in Zukunft Handarbeit sparen. Bisher musste der Ballen per Hand aufgelöst und das Garn entfernt werden. Dies soll jetzt die neue automatische Garnentfernung erledigen. Sie schneidet die Bänder der Großpacken automatisch auf, zieht sie vom Ballen, wickelt sie auf und legt sie ab. Auf der Unterseite des Ballens durchtrennt ein Dreiecksmesser die Garne. Auf der Oberseite rafft eine Harke das Garn zusammen und führt es einer hydraulisch angetriebenen Spindel zu. Diese wickelt das Garn auf und legt es anschließend in einen Behälter ab. Muss doch einmal „Hand“ angelegt werden, passiert das über eine Fernsteuerung.
Halle 27, Stand F24

John Deere: Rotor-Mähdrescher auf Effizienz getrimmt
Bei der Entwicklung des neuen Doppel-Axialrotor-Mähdreschers hat John Deere alle leistungsbestimmenden Baugruppen überarbeitet und auf Effizienz getrimmt. Ziel war es laut Hersteller, auch unter erschwerten Erntebedingungen eine maximale Leistungsstabilität bei möglichst unveränderten Maschineneinstellungen zu erhalten. So sorgt ein identischer Drehpunkt von Schrägförderer und Zuführtrommel dafür, dass der Zuführwinkel zu den Rotoren immer identisch ist. Zudem wurde das Antriebskonzept verschlankt und basiert jetzt komplett auf Riemen. So soll es möglich sein, bei der derzeit maximalen Kanalbreite von 1,72 m und 710er-Frontbereifung eine Transportbreite von 3,5 m einzuhalten. Das Doppel-Axialrotor-Dresch- und Abscheidekonzept wurde laut Hersteller auf maximale Strohdurchsatz- und Leistungsstabilitätswerte ausgelegt. In der Reinigung sollen die Maschinen mit großen Luftvolumenströmen arbeiten und so die Windsichtung maximieren. Auch am Häcksler soll der Luftvolumenstrom jetzt größer sein. Dazu wurden die Winkelmesser gegen sogenannte „gedellte“ Messer mit Golfball-Luftstromeffekt getauscht.
Halle 13, Stand C40

Ropa, Grimme: Kameratechnologie für die Rüben- und Kartoffelernte
Die Unternehmen Ropa und Grimme stellen zu Agritechnica Innovationen im Bereich der digitalen Kameratechnologie für die Rüben- und Kartoffelernte vor. „SmartView“ von Grimme soll dabei helfen, den Prozess auf dem Kartoffelroder, inklusive Verlesetisch und Fahrersitz, zu überwachen. Zoomfunktionen, Live Slow Motion oder die individuelle Konfiguration der Kamerabilder auf dem Multi-Touch-Display sollen die Funktionsüberwachung im Erntegutstrom verbessern und das manuelle Nachjustieren der Kameras soll entfallen. Der „R-Connect Monitor“ von Ropa soll eine intelligente und vollautomatisierte Bilddokumentation während der Zuckerrübenernte bieten. Er ist in das R-Connect Portal für vernetztes Farm- und Logistikmanagement integriert. Dies stellt die Kamerabilder zum Monitoring des Rübenbestandes vor der Ernte sowie am Entladeband zur Qualitätskontrolle während der Ernte zusammen mit weiteren Maschinendaten und der Auftrags-Zuordnung online zur Verfügung. So lassen sich laut Ropa der Rodevorgang online optimieren, unnötige Wartungskosten einsparen und über eine veränderte Logistik die Qualität der Ernteprodukte verbessern.
Ropa: Halle 25, Stand H07; Grimme: Halle 25, Stand G06

John Deere: Intelligente Schwingungstilgung für Großpackenpressen
John Deere präsentiert für seine Großpackenpressen in Verbindung den Modellen der Traktorbaureihe 7R eine neue intelligente Schwingungstilgung. Sie soll verhindern, dass die Massen- und Presskräfte der Großpackenpresse auf die Traktorkabine bzw. den Fahrer wirken. Dazu wird der stufenlose Fahrantrieb auf Basis von Signalen der Beschleunigungssensoren im GPS-Empfänger und anderer traktorinterner Signale so verstellt, dass eine periodische Änderung der Geschwindigkeitsvorgabe die von der Presse induzierten Schwingungen kompensiert. Laut John Deere ist keine zusätzliche Hardware erforderlich.
Halle 13, Stand C40

ESM: Mehr Nachhaltigkeit in der Mahd
ESM präsentiert zur Agritechnica das Doppelmesser biduxX. Seine neue Klingengeometrie verbessert laut Anbieter die Auflage zwischen Ober- und Untermesserklingen und soll so Verschleiß und Schnittspaltbildung reduzieren beziehungsweise die Standzeit der Messer verlängern. Zudem lassen sich die gesamten aktiven Schneidkanten von Ober- und Untermesser nachschleifen. Ein Satz Messer für eine Tagesleistung gibt ESM für sein neues Doppelmesser an. Weitere Vorteile seien sauberes und schneller trocknendes Futter, geringerer Dieselverbrauch und weniger Grasnarbenschäden dank kleiner Traktoren sowie rascher nachwachsende Wiesen und der Schutz der gesamten Wiesenfauna.
Halle 27, Stand H47

 

Claas: Automatische Einstellung des Strohhäckslers
Die Einstellung von Gegenschneide und Reibleiste beim Strohhäcksler bestimmt über die Strohqualität. Sie sollte je nach Frucht und Stroheigenschaften angepasst werden. Dies will Claas nun mit Cemos Auto Chopping automatisieren. Dazu werden im Schrägförderer Strohfeuchte und Gutschichtdicke per Sensor gemessen. Anhand dieser Werte passen sich die Häckslereinstellungen kontinuierlich an die Erntebedingungen an. So soll der Mähdrescher beispielsweise auf einer Teilfläche mit höherer Strohfeuchte automatisch aggressiver häckseln. Laut Claas gibt der Bediener lediglich per Schiebeschalter vor, in welchem Bereich zwischen höchster Häckselqualität oder maximaler Effizienz das System arbeiten soll. Zusätzlich bietet Cemos Auto Chopping eine Reinigungs- und Sicherheitsfunktion. Wenn kein Gutfluss gemessen wird, werden Gegenschneide und Reibleiste zur Reinigung hin und her- und bei kurzfristig drohenden Überlastungen ausgeschwenkt.
Halle 13, Stand C02

Amazone: Düngerstreuereinstellung per App
Ein Düngerstreuer muss entsprechend der Eigenschaften der jeweiligen Düngermischung optimal eingestellt werden. Für den Einsatz von Standardmischungen gibt es Hilfsmittel wie Streutabellen, bei dezentral hergestellten, bedarfsorientierten Mischungen nicht. Hier will Amazone mit der App „EasyMix“ Abhilfe beim Einsatz von Zweischeibenstreuern schaffen. Nach Eingabe der Düngerstreuereigenschaften, der Arbeitsbreite und der Mischkomponenten schätzt die App laut Anbieter bereits vor der Mischung die Querverteilung der einzelnen Komponenten ab und empfiehlt eine optimale Düngerstreuereinstellung. Ebenso liefert sie die zu erwartende Streuqualität und berücksichtigt dabei die Wechselwirkungen der Einzelkomponenten auf der Streuscheibe und das unterschiedliche Flugverhalten. Die App soll dabei helfen, ungleichmäßige Nährstoffverteilung durch ungeeignete Mischungskomponenten, zu große Arbeitsbreiten oder falsche Geräteeinstellungen zu vermeiden.
Halle 09, Stand H19

Claas: Automatische Motoreinstellung beim Feldhäcksler
Abhängig von Frucht und Aufwuchs wird bei der Arbeit mit dem Feldhäcklser die installierte Motorleistung nicht immer ausgeschöpft. Das neue Assistenzsystem Cemos Auto Performance von Claas soll die Motorleistung der aktuellen Bedarfssituation anpassen und so bis zu 15 % Kraftstoff sparen und Fahrer und Abfahrer entlasten. Im praktischen Einsatz schaltet der Fahrer das Assistenzsystem ein und wählt zunächst eine Motordrehzahl, eine Geschwindigkeit und eine der zehn Motorkennlinien vor. Nach der Betätigung des Autopiloten fährt das Gespann los. Die voreingestellte Motordrehzahl wird von der Maschine direkt angenommen und über die automatische Regelung konstant gehalten. Ist die voreingestellte Motorleistung aufgrund eines schwachen Erntebestandes zu hoch, wechselt das System bei konstanter Fahrgeschwindigkeit und Motordrehzahl automatisch in eine niedrigere und damit effizientere Leistungsstufe. Analog schaltet das System in eine höhere Leistungsstufe, wenn die Erntemenge steigt.
Halle 13, Stand C02

Biso: 3D Varioflex Schneidwerk
Mit dem neuen 3D Varioflex Schneidwerk will das Unternehmen BISO dem wachsenden Anteil von Hülsenfrüchten in den Fruchtfolgen begegnen. So vereint der neue Mähdruschvorsatz laut Hersteller die Technik des flexiblem Messerbalkens des Flexschneidwerks und die Technik der variablen Schneidtischlänge der konventionellen Schneidwerke. Der Messerbalken ist über 25 cm höhenbeweglich. Seine Auflagekraft auf dem Boden wird mittels Sensoren in den Parallelogrammträgern des Schneidtisches gemessen. Der Auflagedruckbereich lässt sich von 0 bis 50 kg einstellen, so dass die hinten mit dem Rahmen verbundenen Träger den Messerbalken aktiv über Bodenunebenheiten führen. Schuppenartig überlagernde Leitbleche erlauben die Vertikalbewegung des variablen Schneidtisches.
Halle 05, Stand E28

Gebr. Schumacher: Lastabhängige Regelung für Messerantriebe
Gebr. Schumacher präsentiert mit der SmartCut-Technologie erstmals eine lastabhängige Regelung für Messerantriebe im Mähdrusch. Dazu wurden ein Drehwinkel- und ein Drehkraftsensor in das Getriebe integriert. Der Drehwinkelsensor misst indirekt die Position des Mähmessers, der Drehkraftsensor die Antriebskraft an der jeweiligen Position. Auf diese Weise kann das SmartCut-System zwischen Schneid-, Reibungs- und Spitzenkräften differenzieren. Letztere treten auf, wenn Messerklingen mit Fremdkörpern oder gegen Finger kollidieren. Erhöhte Reibungskräfte treten bei verbogenen Fingern oder Messerklingen oder sonstigen Defekten auf. Die Schnittkraft ist frucht- und fahrgeschwindigkeitsabhängig. Sie kann auch als Eingangssignal für den Durchsatzregler des Mähdreschers dienen. Die SmartCut-Technik detektiert laut Anbieter frühzeitig Defekte und sagt den Verschleiß vorher.
Halle 13, Stand B26b

John Deere: Vorausschauende Durchsatzregelung
Durchsatzregler von Mähdreschern reagieren erst auf Änderungen der Erntegutbeschaffenheit, wenn sich das Material bereits in der Maschine befindet. Dies kann bei Extrembedingungen zu Über- oder Unterbelastung des Mähdreschers führen. Häufig wird der Durchsatzregler dann deaktiviert und der Fahrer muss besonders vorausschauend fahren. Dieses Problem will John Deere jetzt mit einer vorausschauenden Durchsatzregelung lösen. Dabei sollen 3D-Stereokameras die Bestandssituation vor dem Mähdrescher erkennen. Bestandshöhen, liegende Bestände mit Lagerrichtung, Lücken, Fahrgassen und geerntete Flächen werden detektiert und per sogenanntem „Machine Learning“ klassiert. Zusätzlich nutzt das System die Daten von Vegetationsmodellen, die aus per Satellit oder anderen Techniken erzeugten Biomassekarten bestehen. Kamera- und Biomassesignale können jeweils auch allein genutzt werden. Sobald der Mähdrescher mit der Ernte beginnt, berechnet das System Regressionsmodelle aus den Echtzeit- und den georeferenzierten Vegetationsdaten. Die Erntebedingungen vor der Maschine sind somit ebenso bekannt wie die Strategien, die der Fahrer nach wie vor vorgibt. Der Mähdrescher fusioniert alle Sensorwerte und passt seine Fahrgeschwindigkeit und Maschineneinstellungen auf die Erntesituation an.
Halle 13, Stand C40

Samo: Das Hackgerät von der Traktorkabine aus schnell und einfach einstellen
Das österreichische Unternehmen Samo stellt mit Variochop ein System für Hackgeräte vor, mit dem die Bearbeitungstiefe der Hackelemente variabel und bequem von der Schlepperkabine aus verstellt werden kann. Auf unterschiedliche Feldbedingungen, Kulturpflanzen, Witterungsereignisse, Erosion und Wachstumsstadien kann so schnell und einfach reagiert werden. Das System arbeitet laut Samo mit einer Reaktionszeit von ca. 5 s und ist für bis zu 99-reihige Hackgeräte denkbar. Angetrieben wird die mechanische Kinematik der einzelnen Hack-Elemente durch je einen Präzisions-Hydraulikzylinder, der mit einem Heavy-Duty-Lenkwinkelsensor gekoppelt ist. Somit kann von der Schlepperkabine aus auch die optimale Hack-Bandbreite eingestellt werden. Dies lässt sich laut Anbieter auch automatisieren, in dem das System mit am Markt verfügbaren Kamera-Systemen gekoppelt wird. Der große Praxisnutzen von Variovhop läge aber vor allem in der erheblichen Zeitersparnis beim Einstellen des Hackgerätes.
Halle 13, Stand A52

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