Agrolohn setzt auf E-Mobilität

Agrolohn wurde kürzlich von MdL Josef Heisl gemeinsam mit MdB Hans Koller, Landrat Raimund Kneidinger und Bürgermeister Erwin Braumandl besucht.
Besucher bei Agrolohn
Birgit Plettl (v. l.), Betriebsleiter Fabian Lachenschmidt (verdeckt), Landrat Raimund Kneidinger, MdL Josef Heisl, Gisela Schenk, Franz Wagner , Andrea Kobler, GF Roland Kobler, dahinter Bürgermeister Erwin Braumandl und Marco Schneider, (v. r.) Hans Koller und GF Johann Kobler. (Foto: Stefanie Starke)

Johann und Roland Kobler und die Teamleiter der Agrolohn GmbH haben den Mandatsträgern den neuen elektro-angetriebenen Lastwagen vorgestellt. „Die Sattelzugmaschine ist seit gut drei Monaten mit 40 t für uns auf der Straße unterwegs und wir erfreuen uns jeden Tag aufs Neue daran“, führt der Geschäftsführer Johann Kobler mit entsprechendem Stolz den Lkw vor. Der Ladepark und Lkw laufen so gut wie problemlos.

In diesem Zusammenhang erklärt er die Hintergründe zur Umrüstung des betriebseigenen Fuhrparks auf E-Mobilität: „Wir haben insgesamt vier neue Schnell-Ladepunkte geschaffen.  Die größte Herausforderung dabei: Im Gemeindebereich die entsprechende Leistung herzubekommen“, erklärt Kobler weiter. Dabei setzt das Unternehmen auf zusätzliche Unterstützung durch das eigene Blockheizkraftwerk, Photovoltaik-Technik und Batteriespeicher. „Wir können bis zu 300 Kilowattstunden laden – da funktioniert auch Zwischenladen gut und lässt sich ideal in den Tagesablauf der Lkws integrieren“, ergänzt Roland Kobler.

So ist die Agrolohn Agrardienstleistungs GmbH ein wichtiger Dienstleister auf dem Segment der Landtechnik und dabei weiter auch im Transport von Lebensmitteln unterwegs. „Wir wollen gerne einen Schritt voraus sein. Wir sind mit dem E-Truck fast lautlos unterwegs. Perfekt für unsere Kunden bei Fahrten rund um sein Betriebsgebiet bzw. beim Be- und Entladen. Wir fahren mit jedem Lkw 200.000 km pro Jahr und jetzt eben schadstofffrei“, begründet Kobler die durchaus kostspielige Neuanschaffung – denn zur Wahrheit gehöre auch, dass die Wirtschaftlichkeit des Ladeparks mit Batteriespeicher bei nur einem E-Lkw nur sehr langfristig gerechnet, gegeben sei.

Gemeinsame Entscheidung

„Auch die Reichweite ist für viele Kollegen ein Thema. Derzeit kommen wir etwa 500 km weit, bevor der Lastwagen neu geladen werden muss. Die Entscheidung für den Umstieg auf Elektro haben wir gemeinsam mit unserer Mannschaft getroffen. Die Teamleiter und Fahrer haben es kritisch hinterfragt, waren aber von Anfang an überzeugt. Übrigens eines unserer Erfolgsrezepte: Unsere Mannschaft“, so Roland Kobler weiter, „unsere Teamleiter sind in so gut wie in alle Entscheidungen eingebunden, entscheiden die Tagesgeschäfte selber und sind nah an jedem einzelnen Mitarbeiter und Kunden. Dadurch können wir mit Herstellern auch die ein oder andere Vorserie testen und in unsere Region bringen."

Innovationstreiber Mittelstand

Landrat Raimund Kneidinger stellte die Signalwirkung solcher Praxisanwendungen in den Mittelpunkt: „Wir können nicht immer nur davon reden, dass es geht. Wir müssen es zeigen! Und einmal mehr wird deutlich: Der Innovationstreiber ist unser Mittelstand.“ Im Landkreis gebe es gute Beispiele für E-Mobilität im ÖPNV und nun auch vermehrt für den Lkw-Bereich. In diesem merkt Bürgermeister Erwin Braumandl an: „Die Elektromobilität wird ein Teil unserer Zukunft und die Firma Agrolohn setzt hier im Schwerlastnahverkehr ein deutliches Zeichen.“

Nach der Vorstellung des E-Lastwagens hatten die Mandatsträger noch Gelegenheit eine Runde mitzufahren. „Das macht echt Freude“, so MdL Heisl, der für den Ortstermin dankend gleichermaßen das visionäre und mutige Vorgehen des Agrolohn-Teams bemerkt. „Deutlich ist einmal mehr die Notwendigkeit einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Lastwagen und Busse“, nimmt MdL Heisl aus dem Ortstermin mit.