LU Boysen: Update beim Siloverdichten

Auf Facebook hat die Redaktion LOHNUNTERNEHMEN ein Video von LU Boysen aus Steinbergkirche entdeckt: Zwei Claas Xerion mit angehängter Silagewalze und Verteiler verdichten ein Silo. Wir haben nachgefragt, wie der Lohnunternehmer zu dieser Kaufentscheidung kam.
Die Kombination aus Silagewalze und Xerion erreiche auf dem Silo eine gute Verdichtung, sagt LU Boysen.

Auf der DeLuTa 2016 in Bremen fing alles an: Dort entdeckte das Team von LU Heiko Boysen aus Steinbergkirche in Schleswig-Holstein die Kombination aus einem Claas Xerion mit einer Saphir-Silagewalze sowie mit einem Reck-Grassilageverteiler.

„Nach der DeLuTa gab es eine Mitarbeiterversammlung, bei der wir beschlossen haben, dass wir die Technik ausprobieren möchten", sagt Heiko Boysen. Gesagt, getan: Mitte Mai diesen Jahres konnten die Fahrer mit den bereits im Betrieb befindlichen Claas Xerion 3300 Trac VC und 3800 VC die Walze und den Verteiler testen und waren begeistert: „Meine Mitarbeiter sagten mir bereits nach einem Tag, dass sie nie wieder ohne diese Technik ein Silo walzen wollen", erklärt der Lohnunternehmer. Seitdem sind die neuen Geräte fester Bestandteil des Maschinenparks. „Die Betriebe und Häcksler werden größer, da wird die Qualität der Silage immer wichtiger und aufwendiger. Durch die Kombination Silagewalze und Xerion erreichen wir auf dem Silo eine gute Verdichtung und zusätzlich eine bessere Befahrbarkeit des Silohaufens, da das Abfahrgespann weniger einsackt und somit eigenmächtig über das Silo gelangt ohne durch den Walzschlepper oder einen zusätzlichen Schlepper gezogen zu werden“, erklärt er.

Meine Mitarbeiter sagten mir bereits nach einem Tag, dass sie nie wieder ohne diese Technik ein Silo walzen wollen.

Heiko Boysen, Lohnunternehmer

 

Das Facebook-Video von LU Boysen machte uns neugierig.
Björn With, leitender Mitarbeiter (l.) und Heiko Boysen, Lohnunternehmer, sind von der Kombination aus Silagewalze und Verteiler überzeugt. Fotos: LU Boysen

Der Grassilageverteiler Jumbo II von Reck Agrartechnik ist in sechs verschiedenen Verteilwalzenbreiten von 2,25 m bis 3,10 m erhältlich. Die Walze ist mit knapp 50 Verteilschaufeln bestückt und der Durchmesser beträgt 128 cm. Eine Überlastsicherung ist direkt am Hauptgetriebe integriert.

Die Silowalze von Saphir verfügt über zwölf aufgeschweißte Ringe mit einer Höhe von 16 cm und einem Abstand von 22,5 cm bei einer Arbeitsbreite von 3 m. Die Ringe sollen für eine hohe Punktbelastung und damit für eine optimale Tiefenwirkung auf dem Silo sorgen. Die variablen Silagekantenverdichter eignen sich laut Hersteller insbesondere für wandlose Siloplätze. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Seitenandruck der Saphir-Walze gemacht“, sagt LU Boysen.

Mit drei Kolonnen, zwölf festen Mitarbeitern und mit bis zu zehn Aushilfen ist das Lohnunternehmen in der Grasernte im Einsatz: Auf drei Häcksler (2x Claas, 1x John Deere) kommen in der Regel jeweils zwei Abfahrer und ein (bisher) herkömmliches Walzgespann auf dem Silo, außerdem besitzt Heiko Boysen zusätzlich einen Pöttinger Ladewagen. Im ersten Schnitt in diesem Jahr hat er etwa 2.000 ha Gras für 60 bis 70 Kunden gehäckselt. „Das wird von Schnitt zu Schnitt etwas weniger, da einige Flächen zum Grasen der Tiere genutzt werden. Im zweiten Schnitt liegen wir ungefähr noch bei 1.700 ha", erklärt er. Zu seinen Kunden gehören hauptsächlich Milchviehbetriebe und einige Pferdehalter. "Wir kommen pro Jahr auf etwa vier Schnitte - je nach Wetter", sagt Heiko Boysen. Im Vergleich zum letzten Jahr sei der Ertrag zwar etwas geringer, aber dafür energiereicher, da früher gehäckselt werden konnte. "Für das nächste Jahr planen wir den Kauf einer weiteren Silagewalze. Einige Kunden bestehen bereits darauf, dass wir mit dieser Walze kommen", sagt Björn With, leitender Mitarbeiter, abschließend.

Nantke Lena Neumann, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN

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