Marketing-Vorteile mit Instagram

In einer mehrteiligen Serie zeigen wir, was zum Instagram-Businessprofil gehört. Teil 1: Was ein Unternehmenskonto bietet und wie Sie es anlegen.
Ein Instagram-Unternehmensaccount bietet Werbemöglichkeiten und Statistiken, die in einem Unternehmensprofil freigeschaltet werden, nicht jedoch im privaten Account. (Foto: Adobe Stock)

Vielleicht sind Sie privat schon länger auf Instagram unterwegs und kennen sich aus mit dem Posten von Fotos und Texten, mit dem Liken von Beiträgen und dem Versenden von Direktnachrichten über das private Profil. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, den Social Media-Dienst auch für Ihr Unternehmen zu nutzen? Mit Fotos und kurzen Clips aus dem Arbeitsalltag können Sie in Beiträgen wie Reels (kurze Videos) oder Storys (für 24 h veröffentlichte Fotos und Videos) regelmäßige Einblicke in die Arbeit Ihres Betriebes geben – zu Ernteeinsätzen, zum Maschinenpark, zum Team. Dafür müssen Sie zwar etwas Zeit investieren. Aber ein Instagram-Unternehmenskonto, auch Businessaccount genannt, kann Ihnen geldwerte Vorteile bieten – insbesondere das mögliche Anwerben neuer Auftraggeber und potenzieller Mitarbeiter.

Zum Marketing nutzen

Was unterscheidet einen Instagram-Unternehmensaccount von Ihrem privaten Profil? In erster Linie sind es spannende Funktionen wie Werbemöglichkeiten oder Statistiken, die in einem Unternehmensprofil freigeschaltet werden, nicht jedoch im privaten Account. Diese Funktionen machen aus dem Instagram-Business-Account ein Marketinginstrument für Firmen und Selbstständige. Einzelne Beiträge oder Stories können Sie beispielsweise als Werbeanzeigen schalten – mit genauer geografischer Eingrenzung der Zielgruppe.

Direkt im Profil kann man– für jeden User einseh- und anklickbar – wichtige Kontaktinformationen des Unternehmens hinterlegen, wie Telefonnummer, E-Mail-Adresse, den Link zur Webseite sowie den Standort. Potenzielle Auftraggeber können über eine Instagram-Direktnachricht umgehend Kontakt zu Ihnen aufnehmen. Wer mit einer ansprechenden Unternehmensseite bei Instagram vertreten ist, bleibt auch eher bei interessierten Landwirten, Kommunen und Partnern präsent.

Neue Mitarbeiter werben

Das gleiche gilt für das Recruiting. Interessierte potenzielle Mitarbeiter informieren sich heutzutage meist über die Sozialen Medien, bevor sie sich bei einem Betrieb melden. Und wer als Arbeitgeber attraktiv wirken will, muss sichtbar sein – und zwar dort, wo die Zielgruppe hinschaut. Deshalb ist es sinnvoll, auf einem Social Media-Kanal wie Instagram mit authentischen Posts über Ihr Betriebsleben ein positives Image als Arbeitgeber zu schärfen.

Für einen Unternehmensaccount ist die Nutzung der Instagram-App erforderlich. (Foto: Adobe Stock)

Die in einem Unternehmensaccount einsehbaren, detaillierten Statistiken bieten Kennzahlen, wie Reichweite von Beiträgen, Profilaufrufe und Angaben zur Follower-Entwicklung. Diese sogenannte Insights-Funktion zeigt zu jedem Beitrag, wie viele Personen ihn gesehen haben, wie viele darauf reagiert haben und wie sich die Follower-Zahlen entwickeln. Das ist ein effektives Steuerungsinstrument: Wer sieht, welche Inhalte gut ankommen, kann seinen Auftritt gezielt weiterentwickeln.

Account einrichten

Die Voraussetzung für die Einrichtung eines Unternehmensaccounts ist die Nutzung der Instagram-App auf dem Smartphone. Man kann zwar im Browser ein privates Instagram-Profil anlegen, aber die Umstellung bzw. Einrichtung eines Businesskontos ist nur in der App vollständig und zuverlässig möglich.

Wer bisher noch kein Instagram-Konto hat, legt sich zunächst im Browser unter www.instagram.com oder auf dem Handy nach dem Download der Instagram-App ein privates Profil an. Zur Einrichtung eines Unternehmensprofils gehen Sie dann in der App in Ihren Account und klicken oben rechts auf das Burger-Menü aus drei senkrecht übereinanderliegenden Strichen. Unter „Kontoart/Kontotyp und Tools“ können Sie schließlich zum professionellen Konto für Ihr Unternehmen wechseln. Was Sie jetzt anklicken, entscheiden Sie individuell. Wählen Sie als Kategorie z.B. Dienstleister und tragen Sie Ihre Kontaktdaten ein. Als Profilbild sollten Sie das Firmenlogo oder ein markantes Betriebsfoto wählen. Unter dem Begriff Biografie beschreiben Sie in maximal 150 Zeichen die Schwerpunkte Ihres Betriebes und wo sie tätig sind – z.B. Lohnunternehmen aus Musterhausen – Ernte, Bodenbearbeitung, Gülleausbringung. Seit 20 Jahren im Einsatz für Landwirte in der Region.

Anzuraten ist es, den privaten und beruflichen Auftritt zu trennen. Der Unternehmens-Account sollte das Schaufenster des Betriebs sein – ohne Urlaubsbilder, Familienmomente oder private Meinungsäußerungen. Zum Abschluss ein kleiner Tipp für die ersten Posts: Beim Posten geht Qualität vor Quantität. Ein scharfes, gut belichtetes Foto wirkt besser als zehn verwackelte Schnappschüsse.

Birgit Greuner, Redaktion LOHNUNTERNEHMEN