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LU Eveslage: „Durch den Wechsel beugen wir Resistenzen vor.“

LU Eveslage setzt bei Maisherbiziden auf Spritzfolgen, einen Wirkstoffwechsel und kämpft dabei gegen Problemunkräuter wie Erdmandelgras, Stechapfel, Fadenfingerhirse und wachsende Bürokratie.
Amazone Spritze im Mais
Das Lohnunternehmen Eveslage betreut rund 1.000 ha Mais und Getreide im Pflanzenschutz. (Foto: Bockhorst)

Rund 1.000 ha Getreide und Mais betreut das Lohnunternehmen Eveslage aus dem niedersächsischen Dinklage im Pflanzenschutz. Die Flächen verteilen sich auf unterschiedliche Standorte, von denen ein Teil außerdem mit Problemarten wie Erdmandelgras, Stechapfel und Fadenfingerhirse betroffen ist. „Diese sind mit einer einzigen Applikation meist nicht zuverlässig zu kontrollieren“, berichtet Juniorchef Hubert Eveslage, der das Lohnunternehmen gemeinsam mit seinem Vater Jakob führt. Über die Anzahl und Art der Pflanzenschutzmaßnahmen entscheidet in der Regel das Lohnunternehmen, das sich über die Landwirtschaftskammer und gerne auch auf Winterveranstaltungen von Bayer über Neuheiten im Pflanzenschutz informiert.

Hubert Eveslage
Lohnunternehmer Hubert Eveslage (Foto: Eveslage)

Spritzung gegen Erdmandelgras

Bei der Pflanzenschutz-Technik setzt das Lohnunternehmen auf Spritzen von Amazone: Eine gezogene und eine angehängte Spritze mit jeweils 30 m Arbeitsbreite. Beide verfügen über eine Einzeldüsenschaltung mit Section Control. Eine weitere angehängte Amazone-Anhängespritze wird zur Unterblattspritzung im Mais eingesetzt – und zwar vorrangig auf Flächen, auf denen Erdmandelgras bekämpft werden muss. „Gegen Erdmandelgras setzten wir auf eine dreistufige Spritzfolge“, berichtet Hubert Eveslage. Begonnen wird mit 0,25 l/ha Adengo in BBCH 11, gefolgt von 1 l/ha Calisto in BBCH 13 und schließlich 1,5 l/ha MaisTer power in BBCH 16.

„Beim MaisTer power ist zu beachten, dass wir mit der Unterblattspritze fahren, damit wir die volle Wirkung auf das Erdmandelgras bekommen und zum zugelassenen spätmöglichsten Zeitpunkt fahren. Das funktioniert sehr gut!“

Gegen Stechapfel sei Laudis Plus (1,6 l/ha Laudis + 0,2 l/ha Delion) das Mittel der Wahl. Fadenfingerhirse wird mit 0,25 l/ha Adengo im ersten Spritzgang und mit 2,2 l/ha Laudis im Nachgang behandelt.

Amazone Spritze im Getreide
Bei der Spritzentechnik setzt LU Eveslage auf Amazone mit Arbeitsbreiten bis zu 30 m und Section Control. (Foto: Eveslage)

Resistenzen vorbeugen

Grundsätzlich werden die Herbizidbehandlungen im Mais so früh wie möglich durchgeführt, da LU Eveslage lieber auf Spritzfolgen statt Einmalbehandlungen setzt. „Wir spritzen alle drei Jahre eine Kombination aus Laudis und Spectrum Gold (2,0 l/ha Laudis + 2,0 l/ha Spectrum Gold). In den folgenden zwei Jahren, in denen Terbuthylazin auf diesen Flächen nicht eingesetzt werden darf, wird 0,25 l/ha Adengo in BBCH 0-12 und als Nachlage in BBCH 14 1,5 l/ha Laudis eingesetzt. Dies hat den Vorteil, dass wir vorne aufräumen und nach hinten Nachläufer und vorherige Spritzschatten auch erwischen. Außerdem beugen wir durch diesen Wechsel auch Resistenzen vor“, sagt Hubert Eveslage.

Herausforderung Dokumentation

Mit dem Jahr 2026 sind die Anforderungen an die Dokumentation im Pflanzenschutz weiter gestiegen. Für Lohnunternehmen bedeutet das: Jede Applikation muss nachvollziehbar erfasst werden – Mittel mit Zulassungsnummer, Aufwandmenge, Fläche, Zeitpunkt, Witterungsbedingungen, BBCH. Bei einem Betrieb, der 1.000 ha im Pflanzenschutz betreut und auf Problemflächen drei Überfahrten pro Saison durchführt, summiert sich der Dokumentationsaufwand so erheblich.

Eveslage sieht darin eine der zentralen Belastungen des laufenden Jahres. „Der Aufwand für die Dokumentation ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und wird noch weiter steigen", merkt er an. „Das kostet Zeit, die wir eigentlich auf der Fläche brauchen. Denn der Pflanzenschutz wird durch die schwindende Anzahl an Wirkstoffen auch nicht einfacher.“

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